FESTIVAL: Rammstein & Iron Maiden rocken Allmend

Das ist eine grosse Kiste: Rammstein und Iron Maiden kommen im nächsten Juni nach Luzern. Die Veranstalter rechnen mit rund 50 000 Besuchern.

Merken
Drucken
Teilen
Eine feurige Sache: Iron Maiden um Sänger Bruce Dickinson (Mitte) bei einem Konzert in England vor zwei Jahren. (Bild: PD/John McMurtrie)

Eine feurige Sache: Iron Maiden um Sänger Bruce Dickinson (Mitte) bei einem Konzert in England vor zwei Jahren. (Bild: PD/John McMurtrie)

Michael Graber

Grosse Show und harte Riffs. Dafür stehen Rammstein und Iron Maiden. Die beiden Headliner für das «Allmend rockt»-Open-Air in Luzern sind bekannt. Zuerst pfiffen es die Spatzen über Twitter, dann bestätigten Rammstein das Konzert gleich selber auf ihrer Homepage.

Das Ganze soll am 3. (Iron Maiden) und 4. Juni (Rammstein) 2016 über die Bühne gehen. Nicht wie bei der ersten Ausgabe von «Allmend rockt» im Stadion des FCL, sondern auf dem Zirkusplatz auf der anderen Seite der Strasse. Das dortige Gelände hat den Vorteil, dass man deutlich mehr Publikum hineinbringt als in die Swissporarena.

«Bei Rammstein rechnen wir mit rund 30 000 Zuschauern», sagt Rico Fischer von «Allmend rockt». Werde man überrannt, habe man aber schon noch etwas «Luft nach oben». Bei Iron Maiden wird es etwas weniger eng sein, dort gehen die Veranstalter von rund 15 000 Personen aus. Am Freitag wie Samstag werden noch zusätzlich drei bis vier weitere Bands spielen – diese sind derzeit allerdings noch nicht bestätigt und werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Gestartet mit Gölä

Die Grösse des Anlasses überrascht. «Allmend rockt» startete 2014 mit Headliner Gölä und The BossHoss und zog rund 10 000 Besucher an. Dieses Jahr entfiel der Anlass gar, weil kein passender zahlbarer Headliner gefunden werden konnte.

«Wir sind jetzt mit Good News eine Partnerschaft eingegangen», sagt Fischer. Der grosse, nationale Konzertveranstalter hat das Renommee, um solche publikumsträchtigen Acts wie Rammstein nach Luzern zu bringen, und «Allmend rockt» funktioniert als lokaler Partner, der sich mit den hiesigen Verhältnissen bestens auskennt und so unterstützen kann.

Eine lokale Spezialität ist in Luzern die Billettsteuer – 10 Prozent pro Ticket gehen an die Stadt. Bei einem durchschnittlichen Eintrittspreis von 140 Franken (der günstigste Stehplatz kostet an beiden Abenden im regulären Verkauf 129 Franken) ergibt das eine Summe von rund einer halben Million. Geld, das Veranstalter eigentlich lieber in der eigenen Tasche haben. Diese Billettsteuer war jeweils auch ein Mitgrund, warum grosse Konzerte eher einen Bogen um Luzern machten. Etwa Muse in diesem Jahr, die lieber nach Biel gingen.

Campieren ist nicht möglich

Immerhin: Damals war die Planung für ein Konzert auf dem Zirkusplatz auf der Allmend weit fortgeschritten, und man konnte die Konzepte einfach wieder aus der Schublade nehmen.

«Es wird kein klassisches Festival geben, sondern zwei einzelne Tage mit Konzerten», sagt Fischer. Sprich: Campen kann man auf der Allmend nicht. Wer von auswärts kommt und beide Tage besuchen will, muss auf Hotels ausweichen oder den letzten Zug nach Hause nehmen. So ist dann auch an beiden Konzertnächten um 23 Uhr Schluss mit Livemusik. Das Konzertgelände schliesst um Mitternacht. Für Partywütige wird ein Zelt bereitstehen.

Vorher kann man sich aber auf heisse Shows einstellen. Rammstein sind mit ihrem hart stampfenden Metal weltweit eine grosse Nummer. Hits wie «Du hast» und «Sonne» begleiten sie live regelmässig mit viel Feuer und anderen Knalleffekten. Kein Wunder haben die Deutschen um Sänger Till Lindemann auch in Amerika grossen Erfolg.

Alte Hasen im Geschäft sind Iron Maiden. Die britischen Metaller sind seit 1975 aktiv (in wechselnder Besetzung) und haben beispielsweise schon Konzerte in Rio vor einer Viertelmillion Menschen gespielt. Ihre bekanntesten Lieder «Fear Of The Dark», «Number Of The Beast» und «Run To The Hills» sind fixe Bestandteile jeder Show, und oft kommen auch ihre bekannten Gruselfiguren zum Einsatz. Ein grosses Spektakel ist also vorprogrammiert.

Hinweis

Der Vorverkauf für die Konzerte startet morgen um 8 Uhr bei allen Ticketcorner-Verkaufsstellen.