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Festival Schaffhausen zeigt Jazz ohne Scheuklappen

Das Schaffhauser Jazzfestival gibt sein Jubiläumsprogramm bekannt. Die Werkschau des Schweizer Jazz findet zum 30. Mal statt. Dieses Jahr vom 22. bis 25. Mai.
Der Berner Saxofonist Marc Stucki spielt am Jazzfestival Schaffhausen. (Bild: PD)

Der Berner Saxofonist Marc Stucki spielt am Jazzfestival Schaffhausen. (Bild: PD)

Auch zum 30. Schaffhauser Jazzfestival spiegeln die Organisatoren die Schweizer Jazzszene und folgen der Kontinuität. Aktualität leitet die Auswahl. Die Öffnung der ursprünglich aus Amerika stammenden Improvisationsmusik ist eine Tendenz des Festivals, die sich fortsetzt. Gegen 100 Musikerinnen und Musiker bespielen 2019 die Schaffhauser Bühnen, musizieren, reden und performen.

Im romanischen Münster mit bekannten Gesichtern

Stilistisch ohne Scheuklappen demonstrieren sie in unterschiedlichsten Klangfarben die Vielfalt des aktuellen Jazz in unserem Land. Mit Saxofon, Pauken und Trompeten, mit Alphorn und Jodel begibt sich das Festival zum Auftakt in den grössten ­romanischen Sakralbau der Schweiz, ins Schaffhauser Münster.

Die Bürgermusik Luzern, eines der renommiertesten Brass­orchester der Schweiz, fünf Solistinnen und Solisten aus der Alphorn- und Jodelszene und der improvisierende Berner Tenorsaxofonist Marc Stucki werden in der Komposition, die Stephan Hodel für das Schaffhauser Jazzfestival schrieb, sämtliche stilistischen Schranken ausloten.

An den darauffolgenden Tagen stehen aktuelle Produktionen von arrivierten Jazzerinnen und Jazzern wie Sylvie Courvosier, Christy Doran, Elina Duni und Samuel Blaser auf dem Jubiläums-Tableau. Sie alle legen seit Jahren tiefe Spuren in die hiesige Jazzlandschaft. Neue Gesichter wie Marc Mean, Roman Nowka, Manuela Keller und Lukas Mantel sind ihnen auf den Fersen. Alle verbindet die Leidenschaft, ihre Musik immer wieder neu zu erfinden und weiterzuentwickeln.

Jazz trifft Klassik und geht auf die Strasse

Manuela Keller nimmt die Musik des modernen, klassischen Komponisten Boris Blacher, der in den ersten 75 Jahren des 20. Jahrhunderts wirkte, als Ausgangspunkt ihres Abends. Der Zürcher Saxofonist und Komponist Daniel Schnyder zitiert an zwei Abenden Händel und andere klassische Komponisten als Brücke zum Jazz. Auch hier werden Grenzen durchlässig.

Fragen zum Thema, weshalb auch im Jazz immer noch deutlich mehr Männer als Frauen Bands leiten und auf der Bühne stehen, werden im Rahmen der Jazzgespräche von Sarah Chaksad diskutiert.

Zum zweiten Mal geht das Schaffhauser Jazzfestival im Vorspann auf die Strasse mit dem Street-Musikfestival. Am 18. Mai wird die Schaffhauser Altstadt wieder zur Jazzbühne. Neu gibt es dazu Workshops für Kinder und Jugendliche. Partner ist wiederum die Hochschule Luzern, Studenten spielen Street-Jazz und leiten Workshops. (red)

Jazzfestival Schaffhausen, 22. bis 25. Mai 2019. Programm und Informationen: jazzfestival.ch

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