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FILM: Binoche stolpert über Männer

Ohne Juliette Binoche und Gerard Depardieu wäre die Komödie «Un beau soleil intérieur» von Claire Denis noch lauer.
Juliette Binoche spielt eine Malerin auf Liebessuche. (Bild: PD)

Juliette Binoche spielt eine Malerin auf Liebessuche. (Bild: PD)

Juliette Binoche (53) malt und tanzt privat. Damit scheint die Charakterdarstellerin prädestiniert für die Rolle der Künstlerin. Auch Claire Denis besetzt Binoche in «Un beau soleil intérieur» als Malerin Isabelle. Ein einziges Mal lässt die französische Regisseurin sie zum Pinsel greifen. In der nachfolgenden Szene wird Isabelle von einer Galeristin bereits als grosse Künstlerin gepriesen. Das geht für den Zuschauer gar schnell und wird nicht weiter ausgeführt. Denn eigentlich geht es um etwas anderes. Isabelle, geschiedene Mutter, ist auf der Suche nach wahrer Liebe. Doch in Lederjacke, Minirock und Überkniestiefeln stolpert die Pariserin von einem Malheur ins nächste.

Durch ihre Tätigkeit als Künstlerin gehört Isabelle einer sozialen Gruppe an, die Liebschaften ausserhalb ausschliesst. Obwohl, ihr erster Liebhaber ist ein verheirateter Banker (Xavier Beauvois) – und ein Arschloch dazu. Ein armer, aufrichtiger Schlucker mit schwierigem Charakter wie Sylvain (Paul Blain) wird in «ihren Kreisen» nicht goutiert. Willkommen wäre der Schauspieler (Nicholas Duvauchelle), doch der ist verheiratet und weiss nicht, was er will. So ge­sehen ist «Un beau soleil intérieur» auch eine Farce auf den Kunst­zirkus.

Ansonsten ist die Tragikomödie eher lau. Nach diversen amourösen Fehltritten wendet sich Isabelle an einen Hellseher, gespielt von Gérard Depardieu, mit Pendel und allem. Wem sonst würde man Sätze wie «Ich suche nach der schönen inneren Sonne» abnehmen? Das Gleiche rät er der Malerin. Claire Denis hat schon einige gute Filme gemacht (etwa «Nénette et Boni»), aber zum Thema Liebe hat man schon Erhellenderes gesehen. Dieser Film ohne Binoche und Depardieu, kaum vorstellbar.

Regina Grüter

Hinweis

Läuft im Kino Seedorf (Zug)

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