Später Ruhm

Ausgebuchter Spätzünder: Morgan Freeman wird 75

Morgan Freeman ist Hollywoods Spätzünder: Erst mit 50 Jahren startete der Schauspieler in der Filmszene richtig durch. 25 Jahre später - mit ergrautem Kräuselhaar - ist der schwarze Star nicht zu bremsen.

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Schauspieler Morgan Freeman (Archiv)

Schauspieler Morgan Freeman (Archiv)

Keystone

Morgan Freeman spielte Staatsoberhäupter, Gefängnisinsassen, Gangster, Chauffeure, Boxer und Gott. Am 1. Juni feiert er seinen 75. Geburtstag.

Der Mann mit den weisen Augen und dem sanften Lächeln nimmt in Interviews oft kein Blatt vor den Mund. Im vorigen September prangerte er bei Talkshow-Gastgeber Piers Morgan die rechte Tea-Party-Bewegung als rassistisch an. Er selbst wehrt sich dagegen, als schwarzer Schauspieler bezeichnet zu werden. Selbst seine fiktive Rolle als erster schwarzer Präsident der Vereinigten Staaten in "Deep Impact" (1998) wollte der Charakter-Darsteller nicht unter dem Rassenaspekt sehen. "Ich spiele nicht den ersten schwarzen Präsidenten. Ich spiele einen Präsidenten, der zufällig schwarz ist."

Ursprünglich wollte der in der Südstaatenmetropole Memphis geborene Sohn eines Friseurs Kampfpilot bei der US-Airforce werden, wechselte dann aber doch ins geliebte Schauspielfach. Zunächst lange am Theater, rutschte er Anfang der 70er Jahre in Kindersendungen fürs Fernsehen hinein. Erst "Glitzernder Asphalt" mit 50 war der Startschuss für seinen späten Hollywoodruhm.