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FILMPORTRÄT: Die Sängerin spricht

Ihre Karriere war ebenso kurz wie legendär. Jetzt wird Maria Callas in einem Film lebendig, der sie – und nur sie – zu Wort kommen lässt.
Rolf App
Maria Callas und Aristoteles Onassis: Das war eine ebenso intensive wie zuletzt schmerzhafte Liebe. (Bild: Praesens Film)

Maria Callas und Aristoteles Onassis: Das war eine ebenso intensive wie zuletzt schmerzhafte Liebe. (Bild: Praesens Film)

Rolf App

Natürlich ist da diese Stimme, die auch heute noch, fast siebzig Jahre danach, magische Wirkung zu entfalten vermag. Natürlich sind da Opernszenen, in denen man Maria Callas mit glühender Leidenschaft agieren sieht. So, als ginge es um Leben und Tod. Das allein macht den gerade in den Kinos angelaufenen Film «Maria by Callas» von Tom Volf schon zum Erlebnis.

Doch viel entscheidender ist etwas anderes: Dass Volf das Leben und Erleben der vor vierzig Jahren verstorbenen Primadonna von ihr selbst erzählen lässt. So kommt sie in Interviews zu Wort, und die Schauspielerin Fanny Ardant liest Passagen aus ihren Briefen. Private Aufnahmen zeigen eine andere Maria Callas.

Man sieht, wie sie sich quält – und wie sie gequält wird

Rasch begreift man, dass es nicht unbedingt ein Vergnügen gewesen sein muss, Maria Callas zu sein. Kalt ums Herz wird es einem schon bei ihrer Schilderung einer Kindheit, die keine Kindheit war, weil eine ehrgeizige Mutter aus ihr jene Sängerin machen wollte, die sie dann auch geworden ist. Da werden ihr ein Ehrgeiz und ein Perfektionismus eingepflanzt, die sie rasch auf die grössten Bühnen tragen, sie aber auch vereinsamen lassen. Nicht nur ihre Worte sind es, die zu denken geben. Es sind auch die Bilder. Sie zeigen, wie sehr Maria Callas zum Objekt einer sehr handgreiflichen Verehrung wird, die rasch in Feindseligkeit umschlagen kann. Dann etwa, wenn sie einen Auftritt absagen muss. Wie sie sich quält und wie sie­ ­gequält wird, davon handeln ­eindringliche Szenen im Film. «Es gibt zwei Personen in mir, Maria und die Callas», sagt sie gleich zu Beginn in einem Interview, in dem sie die Schatten­seiten ihres Lebens sehr ungeschminkt beschreibt. Callas ist berühmt und von aller Welt begehrt, die Maria aber will nur eines: Glücklich sein.

Die Sängerin träumt von einer Familie und von Kindern. Für einen Moment sieht es aus, als könnte dieser Wunsch in Erfüllung gehen, als sie den Reeder Aristoteles Onassis kennen lernt und auf den Meeren entspannte Monate mit ihm verbringt. Doch Onassis lässt sie sitzen. Er bleibt eine grosse, unerfüllte Liebe.

«Maria by Callas» von Tom Volf, jetzt in den Kinos

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