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World Band Festival: Finale mit Gefühl, Gänsehaut und dem Groove der Jungen

Das «Tattoo on stage» war einmal mehr der dynamisch-vielfältige Abschluss von neun Tagen Blasmusik aller Art. Zum 20-Jahr-Jubiläum gab es ein Duett von Orgel und Dudelsack, Rad schlagende Russen und sogar eine Puccini-Arie.
Susanne Holz
An Coolness kaum zu überbieten: die Showband Adest Musica Sassenheim beim «Tattoo on stage». Bild: Manuela Jans-Koch (29. September 2018)

An Coolness kaum zu überbieten: die Showband Adest Musica Sassenheim beim «Tattoo on stage». Bild: Manuela Jans-Koch (29. September 2018)

Werner Obrecht, Festivaldirektor und Geschäftsführer der Obrasso Classic Events, ist an diesem Samstag seit 6 Uhr auf den Beinen – zusammen mit seiner Crew. Denn schon am frühen Morgen haben im Konzertsaal des KKL die Proben zum «Tattoo on stage» begonnen, dem alljährlichen glanzvollen Abschluss des World Band Festival, das dieses Jahr in seine 20. Runde ging.

Nach der ersten von drei «Tattoo»-Vorstellungen – zwei davon ausverkauft – ist Werner Obrecht am Samstagabend begeistert und hellwach trotz des langen Tages, den er hinter sich hat: «Das war ein emotionales Finale, hinter dem viel Arbeit steckt. Wir probten heute von 8 bis 17.30 Uhr. Beispielsweise spielten der Organist aus Emmen, Markus Kühnis, und der Bag Piper aus Schottland, Steven Blake, bei diesen Proben zum allerersten Mal zusammen.»

Nachwuchstalente aus Luzern und Kreuzlingen

Der Festivaldirektor wirft den Blick noch weiter zurück auf die vergangenen neun Tage voller Blasmusik und zieht Bilanz: «Mein Resümee ist sehr positiv. Wir gehen von fast 21000 Besuchern aus, die dieses Jahr den Weg nach Luzern fanden. Es hat sich als richtig erwiesen, sowohl auf Highlights der vergangenen 19 Jahre zu setzen – man denke an die Black Dyke Band, quasi das Hausorchester des Festivals, oder die New Zealand Army Band, die für nur drei Vorstellungen in Luzern bis aus Neuseeland anreiste – als auch der blasmusizierenden Jugend ein Forum zu bieten.» Eine vermehrt junge Zuhörerschaft angezogen habe wiederum die österreichische Brass-Formation Federspiel.

Militärmusik Rekrutenspiel 16-2/2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. September 2018 im KKL Luzern.)
BML Talents der Bürgermusik Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. September 2018 im KKL Luzern.)
New Zealand Army Band. (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. September 2018 im KKL Luzern.)
United Pipes and Drums. (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. September 2018 im KKL Luzern.)
4 Bilder

Bilder "Tattoo on Stage"

Während Werner Obrecht dies sagt, verlässt ein aufgekratztes «Tattoo on stage»-Publikum das KKL, auch unter diesem finden sich Jugendliche – allerdings unter einer Mehrzahl Erwachsener. Auf der Bühne jedoch hatten die Jungen gerade grosse Auftritte, die mit grossem Applaus bedacht wurden. Allen voran die BML Talents, die Nachwuchsformation der Brassband Bürgermusik Luzern. Im Schnitt 19 Jahre alt, bieten die Jugendlichen unter Dirigent Patrick Ottiger eine originelle, temporeiche und auch eine sexy Show. Von der «Nordic Polska» bis zum «Cossack Fire Dance» beweisen sie ihr ausserordentliches Können.

Jung ist auch die Jugendmusik Kreuzlingen – und kann doch gleichzeitig mit einem Evergreen wie Sinatras «My Way» begeistern, während die Militärmusik Rekrutenspiel 16-2/2018 mit Querflötensolo, olympischer Fanfare und Musik aus «Herr der Ringe» bezaubert.

Opernklang und die Hymne der Highlands

Alte Hasen am «Tattoo» sind natürlich die russischen Musiker des Orchesters der Suworow-Militärakademie Moskau, die immer in Bewegung und immer auf Zack sind und sogar Rad schlagen können. Tosender Applaus ist hier garantiert. Ein schönes Novum ist das «Duett» des Emmener Musikschulleiters und Organisten Markus Kühnis mit dem schottischen Dudelsackvirtuosen Steven Blake. Zu rasanten Lichteffekten lauscht hier andächtig der ganze Saal. Und sogar das «Bravo» aus dem Publikum verhallt mit gewisser Ehrfurcht.

Doch kein «Tattoo» ohne Gegensatz. Lustig wird es mit der legendären New Zealand Army Band. Die Neuseeländer singen und tanzen, stampfen und swingen. Und plötzlich wartet da noch eine Sängerin mit der Puccini-Arie «O mio babbino caro» auf. Der Saal ist hingerissen. Den traditionellen Abschluss bildet das von allen Formationen gemeinsam vorgetragene «Highland Cathedral»: Musik, die davonträgt, zum Abheben schön. Schauer über die Haut und Standing Ovations, sehr verdient.

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