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FUMETTO: Zeichner verarbeiten Emmer Alltag in Comics

Im Rahmen des Comix-Festivals waren gestern junge Illustratoren in Emmen unterwegs. Aus ihren Eindrücken entstehen sieben Reportagen über Menschen und Orte in der Gemeinde.
Illustratorin Pascale Küng (28) skizziert ihre Eindrücke im Emmen-Center. (Bild: Nadia Schärli (5. April 2017))

Illustratorin Pascale Küng (28) skizziert ihre Eindrücke im Emmen-Center. (Bild: Nadia Schärli (5. April 2017))

Pascale Küng sitzt an einem Tisch im Emmen-Center und zeichnet. Um sie herum geht es geschäftig zu und her: Menschen gehen vorbei, machen Einkäufe, sitzen im Café. Man hört Gesprächsfetzen, sieht gestresste und entspannte Gesichtsausdrücke. Pascale Küng beobachtet genau, sieht den Menschen ins Gesicht, schaut, wo sie hingehen und was sie tun. «Das ist so ein belebter Ort, schon fast wie ein Wimmelbild. Er ist voller Bewegung, Farben, Beleuchtung und Kontraste», sagt die 28-Jährige. Auch wenn ihre Reportage noch in der Entstehung ist, weiss Pascale Küng, dass die Menschen im Zentrum stehen werden. «Der eine sitzt gelangweilt da, zwei andere streiten, wieder andere schlendern lachend vorbei. Diese Diversität möchte ich sichtbar machen.»

Die Glarnerin hat vor drei Jahren an der Hochschule Luzern – Design & Kunst in der Fachrichtung Illustration abgeschlossen und ist seither freischaffende Illus­tratorin. Diese Woche ist sie eine von sieben Zeichnern, die Menschen und Orte in Emmen in Comics festhalten.

Netzwerk für Illustratoren

Die Illustratoren begaben sich dafür auf öffentliche Plätze, ins Fitnessstudio, zur Feuerwehr und auf den Flugplatz, ins Jugendbüro und auf die Gemeindever­waltung. Auch bekannte Emmer werden gezeichnet – etwa der Rüüdige Lozärner 2016, Bruno «Nöggi» Koch, und der Drehorgelmann Josef Arnold. Nach der eigentlichen Feldarbeit gestern werden heute die Comic-Reportagen bereits gedruckt. Am Freitagabend ist Vernissage des daraus entstandenen Hefts.

Das Projekt nennt sich «Illus­trationalisierung» und wurde vom Verein Balsam ins Leben gerufen, der ähnliche Veranstaltungen bereits in Basel durchgeführt hat. Er wurde im Oktober 2016 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk von Illustratoren aus der ganzen Schweiz aufzubauen. Da sich das Illus­trationshandwerk auf wenige Zentren konzentriert – darunter Luzern als Ausbildungs- und Festivalstätte –, ist es für junge Illustratoren ausserhalb dieser Zentren schwierig, den Anschluss an die Öffentlichkeit nicht zu verlieren.

«Wir wollen die Illustration über die Kunst-Schwelle hinaus an die Leute bringen und gleichzeitig jungen Zeichnern eine Plattform für Projekte bieten», sagt Balsam-Mitbegründerin Cora Meyer (26). In Emmen soll die «Illustrationalisierung» auch dazu beitragen, die «Kunsti» der Bevölkerung näherzubringen. So kann jeder auch eigene Zeichnungen über Emmen im HSLU-Gebäude aufhängen.

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Die Reportagen werden in der Hochschule Luzern – Design & Kunst in der Viscosistadt ausgestellt. Vernissage: Freitag, 17 Uhr, Foyer. Das Comic-Heft gibt es dort und in der Kornschütte bis zum Ende des Festivals zu kaufen. Weitere Infos: www.balsam.cc

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