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Garfield darf ein Männchen sein

Arno Renggli, Leiter des Kulturressorts unserer Zeitung, über die Tücken der Genderfrage.
Arno Renggli, Leiter Kultur
Arno Renggli leitet das Ressort Kultur der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Arno Renggli leitet das Ressort Kultur der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Neulich im Internet: Es erhob sich eine Diskussion darüber, ob Garfield ein Männchen sei. Wir sprechen von Garfield, dem Kater, bekannt als faulste und verfressenste Cartoonfigur dieses Planeten. Garfield habe gar kein Geschlecht, hatte ein US-Satiriker via Twitter behauptet.

In der Folge lieferten sich auf der Wikipedia-Seite zu Garfield Gender-Aktivisten und ihre Opponenten eine Schreibschlacht um den «richtigen» Eintrag, weshalb die Seite zeitweilig blockiert werden musste. Am Ende meldete sich Garfield-Erfinder Jim Davis und stellte klar: Die Katze ist ein Männchen.

Die Episode erinnerte mich daran, wie vor Jahren die Frage auftauchte, ob Wickie (der schlaue kleine Wikinger) vielleicht nicht doch ein Mädchen sei. Oder etwas dazwischen. Wer die Folge gesehen hat, in der Wickie nackt ins Meer springt, für den ist die Sache sichtbar klar.

Nun ist das alles nicht weltbewegend. Aber es steckt schon etwas mehr dahinter. Diese Missbilligung von Geschlechterzuordnungen zeigt, dass Gender und Gleichmacherei auch absurde Züge annehmen können.

Vielleicht war es in der Vergangenheit noch angezeigt, auf diese Weise die Mehrheit von männlichen fiktionalen Figuren zu kritisieren. Das ist Schnee von gestern, wenn man etwa die Entwicklungen im Kino oder im TV sieht. Darum: Donald ist ein Männchen, Daisy ein Weibchen. Batman ist ein Mann, Wonder Woman eine Frau. Und wir alle: Wir sind, was wir sind. Mitsamt den kleinen Unterschieden.

Arno Renggli, Leiter Kultur

arno.renggli@luzernerzeitung.ch

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