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GOLDEN GLOBES: Sie braucht einen Tequila

Das schwarzhumorige Krimidrama «Three Billboards Outside Ebbing, ­Missouri» gewinnt vier Preise. Einer davon geht an die Award-scheue Frances McDormand.
Regina Grüter
Frances McDormand (links) während ihrer Dankesrede (rechts Isabelle Huppert). (Bild: Paul Drinkwater/NBC)

Frances McDormand (links) während ihrer Dankesrede (rechts Isabelle Huppert). (Bild: Paul Drinkwater/NBC)

Regina Grüter

Sie mag keinen Rummel um ihre Person. Auch ihre politischen Ansichten behält sie in der Regel für sich. Als Frances McDormand gegen Ende der 75. Golden-­Globe-Verleihung unter grossem Applaus die Trophäe für die beste Hauptrolle im Drama «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» entgegennimmt, freut sie sich aber aufrichtig. In schlichtem, hochgeschlossenem Kleid, die grauen Haare kurz geschnitten, bedankt sie sich. Und verteilt ein Küsschen an die letzt­jährige Gewinnerin Isabelle Huppert. Es ist McDormands erster Golden ­Globe für eine Hauptrolle. Mit vier Preisen zieht Martin McDonaghs schwarzes Krimidrama vor dem siebenfach nominierten Film «The Shape Of Water» davon.

Frances McDormand, 1957 in Chicago geboren und in der Vorstadt von Pittsburgh bei Adoptiveltern aufgewachsen, ist seit 35 Jahren im Geschäft. In «Blood Simple» (1984), dem Low-Budget-Krimi und Erstlingswerk von Joel und Ethan Coen, spielte sie ihre erste Filmrolle. Erst der Part der fremdgehenden Ehefrau, dann, noch im selben Jahr, die Heirat mit Joel Coen. Der scharfe Humor, der die Filme der Coen Brothers auszeichnet, wird auch ihr nachgesagt. Ihren bisher einzigen Oscar erhielt die Charakterdarstellerin für den Coen-Kultfilm «Fargo». «Geez!» (Oh weh!) war das Böseste, was man damals aus Polizistin Marge Gundersons Mund hörte. Das Mundwerk ihrer Mildred in «Three Billboards» ist um einiges gröber, doch McDormand lässt auch tief in die verletzte Seele blicken.

Tequila für alle

Bei den Golden Globes erschien Frances McDormand, wie fast alle, ganz in Schwarz. Damit bekundet sie ihre Solidarität mit #MeToo und der Gruppe Time’s Up, mit der Hollywood-Frauen gegen Belästigung und Diskriminierung des weiblichen Geschlechts ankämpfen wollen. Die mitreissendste Rede hielt Oprah Winfrey, die den Preis für ihr Lebenswerk entgegennahm. Viele Fans propa­gieren die TV-Ikone bereits als nächste Präsidentschaftskandidatin.

Der Pflicht folgt das Vergnügen – Tequilas an der Bar mit Jessica Chastain («Molly’s Game»), Sally Hawkins («The Shape Of Water»), Meryl Streep («The Post») und Michelle ­Williams («All The Money In The World»). Die Tequilas hat McDormand ihren Kolleginnen jedenfalls in Aussicht gestellt. Geez!

«Three Billboards Outside Ebbing, Missouri», Start am 25. 1.

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