Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HOMMAGE: Carlos Santana, Erfinder des Latin-Rock wird 70

Carlos Santana, Gitarrist mit unverkennbarem Stil, wird heute 70 Jahre alt. Er blickt auf eine über vier Jahrzehnte dauernde internationale Karriere.
Richard Clavadetscher
Gitarrist Carlos Santana (heute 70) während eines Konzerts vom 16. Juli 2016 in Stuttgart. (Bild: Christoph Schmidt/Keystone)

Gitarrist Carlos Santana (heute 70) während eines Konzerts vom 16. Juli 2016 in Stuttgart. (Bild: Christoph Schmidt/Keystone)

Richard Clavadetscher
kultur@luzernerzeitung.ch

Mit Woodstock kam der internationale Durchbruch. «Soul Sacrifice», gespielt an diesem legendären Festival Mitte August 1969 und hernach prominent im nicht minder legendären Film über das Festival verewigt, machte Carlos Santana auf einen Schlag international bekannt. «Samba Pa Ti», «Oye Como Va» sind heute Klassiker. Das gilt ebenso für «Black Magic Woman» – obwohl Santana auch hier nur ­coverte. Das Stück ist ­ursprünglich von Peter Green.

Nun ist Carlos Augusto Santana Alves, wie er mit vollem Namen heisst, also 70 Jahre alt. Dabei ist er nach wie vor im Geschäft – war er seit Woodstock eigentlich nie richtig weg. Dies verwundert nicht wirklich, denn schliesslich gilt Santana als Erfinder des Latin-Rocks.

Begonnen hat die Karriere des aus Mexiko stammenden Gitarristen Mitte der Sechzigerjahre. In San Francisco war die Santana Blues Band wegen ihres schon damals unverwechselbaren Stils, einer Mischung aus Rock and Roll, Blues und lateinamerikanischen Rhythmen, erst Geheimtipp und bald schon eine regionale Grösse.

1969 nahm Santana die LP gleichen Namens auf, seine erste, und tourte durch die USA. Dabei machte die Band unter anderem auch in Woodstock, Bundesstaat New York, Zwischenhalt. Für das Débutalbum war der Auftritt Gold wert: Es hielt sich zwei Jahre lang in den Top 5 der Albumcharts. Das nachfolgende Album «Abraxas» schaffte dann spielend auf Platz eins. Nicht weniger als vier Millionen Exemplare davon gingen über den Ladentisch. Santana war ganz oben angekommen.

Auch «Santana III» (1971) brachte es noch auf über zwei Millionen Exemplare. Dann trennte sich die Band, auch die Verkäufe neuer Einspielungen gingen zurück. Gegen Ende des Jahrtausends war Santana aber wieder voll im Geschäft: Mit dem Album «Supernatural», eingespielt mit bekannten Gastmusikern, knüpfte er an alte Erfolge an und übertraf diese gar: Das ­Album erhielt zwei Grammy Awards und verkaufte sich mehr als 30 Millionen Mal. Spätestens seit da ist Santana auch für die Nach-Woodstock-Generation ein Begriff.

Stammgast in Montreux

Die musikalische Präsenz Santanas erschöpft sich indes nicht nur im Verkauf von Tonträgern. Er trat immer wieder an Festivals auf – auch und gerade in der Schweiz. Als persönlicher Freund von Festivalgründer Claude Nobs spielte er mehrmals in Montreux. Insbesondere der Auftritt mit dem Jazzgitarristen John McLaughlin (2011) sowie die drei Abende mit brasilianischen und afrikanischen Musikern (2006) gehören zu den dort gerne er­innerten Highlights. Mehrfach spielte Santana auch in Locarno.

Carlos Santana ist seit 2010 in zweiter Ehe mit der Schlagzeugerin Cindy Blackman verheiratet. Aus der 2007 nach 34 Jahren geschiedenen ersten Ehe mit ­Deborah King, der Tochter von Bluesmusiker Saunders King, hat er drei inzwischen erwachsene Kinder. Santana ist bekannt für sein grosses soziales Engagement. So gründete er zusammen mit seiner ersten Frau unter anderem die Stiftung Milagro Foundation, die benachteiligten Menschen eine Schulbildung ermöglicht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.