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Jazzfestival Generations: Der neue künstlerische Leiter sieht sich als Weiterdenker

Morgen Samstag beginnt in Frauenfeld das internationale Jazzfestival Generations mit einem neuen künstlerischen Leiter: Dominik Deuber strebt ein vielfarbiges und offenes Festival an.
Michael Hasler
Frauenfeld TG - Dominik Deuber künstlerischer Leiter Generations (internationales Jazzfestival) Frauenfeld.

Frauenfeld TG - Dominik Deuber künstlerischer Leiter Generations (internationales Jazzfestival) Frauenfeld.

Dienstag, kurz vor dem Mittagessen. Dominik Deuber, der neue künstlerische Leiter des Jazzfestivals Generations, hat gerade die Infrastruktur an der Kantonsschule Frauenfeld für die Jazzensemble Workshops kontrolliert. Die Mittelschule ist der Ort, an dem der 39-jährige Frauenfelder mittlerweile vor gefühlt mehr als einem halben Leben seine schulische Maturität erlangt hat.

Musik war schon damals seine Sache, erst im Pop- und Rockbereich, später dann im Jazz. Hier ist er verblieben, erst als Student an der Hochschule der Künste in Bern, dann als gefragter Schlagzeuger und zuletzt als Managing Director der Lucerne Festival Academy. «Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich hinter dem Schlagzeug weniger Leute er- reichen kann als mit dem, was ich in Luzern machen darf und nun auch am Generations», sagt Deuber.

Nachfolger von Roman Schwaller

Im Frühling 2017 hat Deuber von Langzeitleiter Roman Schwaller die Funktion des Artistic Director übernommen. Von aussen betrachtet keine leichte Aufgabe, war doch Schwaller eine ebenso prägende wie charismatische Figur in der Geschichte des Festivals. Und doch ist die Wahl letztlich eine naheliegende: Einerseits verfügt Deuber über viel Know-how und ein grosses Netzwerk. Andererseits ist der 1979 in Abidjan (Elfenbeinküste) geborene Kulturschaffende bestens vertraut mit dem Festival:

«1998 war ich erstmals als Zuschauer am Generations, 2000 und 2002 habe ich hier als Schlagzeuger ­gespielt und ab 2004 assistierte ich meinem Vorgänger Roman Schwaller.»

Ob die Kenntnis des Innenlebens des Festivals ein Vorteil oder gar ein Nachteil für seine künftige Arbeit als künstlerischer Direktor sei, vermag Deuber nicht abschliessend zu sagen. «Ein Vorteil ist sicher, dass ich sehr genau wusste, worauf ich mich einlasse und was auf mich zukommt.

«Ich gehe gerne neue Wege»

Deuber hat es sich bei seinem Erstling nicht einfach gemacht. Gerade bei den 26 Nachwuchs-Instrumentalisten und den fünf Nachwuchs-Komponisten, die traditionell in Meisterklassen in Frauenfeld arbeiten, ist er neue Wege gegangen. Er hat verschiedene Kanäle der Talent-Akquisition gesucht. «Ich habe den Anspruch und den Wunsch, im Rahmen der Workshops wirklich die viel versprechendsten und spannendsten Jungmusiker in Frauenfeld zu versammeln», erklärt er.

Musikalisch hat Deuber sein erstes Generations lose um die amerikanische Komponistin, Bandleaderin und Arrangeurin Maria Schneider gebaut. Die Instrumentalisten der Meisterklasse werden insofern enger ins Festival eingebunden, als sie in Frauenfeld Schneiders Big Band bilden. Zudem werden Wegbegleiter von ihr zu hören sein.

Und wie soll das Generations 2018 in Erinnerung bleiben? «Vielfarbig und offen», antwortet Deuber spontan. «Die Klassik und der Jazz haben es nicht einfach, sie müssen auf ihr Publikum zugehen. Ich sehe mich als Weiterdenker und gehe gerne neue Wege. Ich bin sehr gespannt, wo mich das Generations hinführt.»

Generations, Sa, 28.9. bis Sa, 6.10.

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