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ILLUSTRATION: Luzerner Studierende zeichnen für das «Rolling Stone»-Magazin

Studierende der Hochschule Luzern – Design & Kunst rollen in der deutschen Ausgabe des «Rolling Stone» das Jahr 2017 in Bildern auf. Was sie zur Europapolitik Macrons, #MeToo und der Hollywood-Industrie zu sagen haben.
Julia Stephan
Links: Der französische Präsident Emmanuel Macron von Rebecca Metz reitet kopflos auf dem Stier Europa wie ein zweiter Napoleon. Rechts oben: Margret Aurin nimmt den Zustand der Hollywood-Industrie in den Fokus. Rechts unten: Veronika Geiger darüber, wie das Thema vom Verlust des Halts momentan die deutsche Popmusik beherrscht. (Bilder: PD)

Links: Der französische Präsident Emmanuel Macron von Rebecca Metz reitet kopflos auf dem Stier Europa wie ein zweiter Napoleon. Rechts oben: Margret Aurin nimmt den Zustand der Hollywood-Industrie in den Fokus. Rechts unten: Veronika Geiger darüber, wie das Thema vom Verlust des Halts momentan die deutsche Popmusik beherrscht. (Bilder: PD)

Julia Stephan

julia.stephan@luzernerzeitung.ch

Einen Rückblick auf einen Jahresrückblick zu werfen, mag als Ausgangslage bizarr anmuten. Im Fall der Januarausgabe der deutschen Ausgabe des «Rolling ­Stone» lohnt sich der doppelte Blick zurück aber allemal. Nicht nur, weil sich auf 32 Seiten so illustre Figuren wie der deutsch-fran­zösische Politiker Daniel Cohn-Bendit beteiligt haben. Sondern auch wegen der Begleitillustrationen einer Handvoll Master­studierender der Luzerner Hochschule – Design & Kunst.

Mit ihrem Dozenten, dem Illustrator Paolo Friz, der die Studierenden beim Erarbeiten ihrer Skizzen begleitet hat, schufen die Studierenden in drei Wochen auf Grundlage knapp formulierter Thesen zu Schlagwörtern wie #MeToo, Deutschland, Brexit oder Youtube-Berühmtheit freche, anspielungsreiche und sehr persönliche Arbeiten, die sich aus dem Vokabular der Popkultur speisen. Es sei seine erste Zusammenarbeit mit dem bekannten Magazin gewesen, so Paolo Friz.

Erwähnung im Editorial

Für Rebecca Metz (28) ist das studentische Projekt ein voller Erfolg. Anders als manche ihrer Kommilitonen, deren Illustrationen kurzfristigen redaktionellen Planänderungen zum Opfer fielen, wurden gleich drei ihrer Illustrationen für die Januaraus­gabe verwendet. Zwei davon hat das «Rolling Stone» sogar ganzseitig abgedruckt.

Dass sie sich medial stark vorbelastete Themen wie den Brexit, die #MeToo-Debatte oder den Aufstieg des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ausgesucht hatte, habe in ihr zunächst zwar leichte Nervosität ausgelöst. Am Ende fand ihr sehr persönlicher Beitrag zur #MeToo-Debatte aber gar Erwähnung im Editorial.

Auf ihrem in den Farben Schwarz, Rot, Gelb komponierten Bild läuft eine junge Frau selbstbewusst an abweisendem gelben Mauerwerk vorbei, an dem ein hingeschmierter Penis wie ein Ausrufezeichen ein starkes Signal setzt. Männliche Dominanz und der weibliche Umgang damit werden hier existenziell über den Raum verhandelt. «Die Mauern bilden für mich den massiven Sexismus unserer Gesellschaft ab», so Metz. «Die Illustration versinnbildlicht einen Ich-Zustand, sie zeigt, wie ich durch die Welt gehe und auf was ich da treffe.»

Eine kuriose Vorgeschichte besitzt Metz’ Arbeit zur Europapolitik des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron (siehe grosses Bild). Den auf einem europäischen Stier wie ein Reiter in eine steile Zukunft galoppierenden Macron hatte Metz beim «Rolling Stone» als Vor­skizze zunächst ohne Kopf eingereicht. Als sie pünktlich zur Deadline den Kopf nachlieferte, war das Redaktionsteam der Ansicht, dass der schwebende Napoleonshut den ungestümen Vorwärtsdenker Macron viel besser abbilde. Man liess den Präsidenten, wie in der Vorskizze, kopflos.

Hinweis

Sämtliche Illustrationen in der deutschen «Rolling Stone»-Ausgabe, Ausgabe 279, Januar 2018.

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