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Inspiration an der KKL-Orgel

Das Konzert des polnischen Organisten Michał Markuszewski zeigte, wie vielseitig die KKL-Orgel klingt.
Gerda Neunhoeffer
Der polnische Organist Michal Markuszewski während der Probe für ein Konzert in der Pfarrkirche St. Martin in Baar.Am Mittwochabend trat er im KKL auf. (Bild: Maria Schmid, 6. Mai 2018.)

Der polnische Organist Michal Markuszewski während der Probe für ein Konzert in der Pfarrkirche St. Martin in Baar.Am Mittwochabend trat er im KKL auf. (Bild: Maria Schmid, 6. Mai 2018.)

Da stand er mitten auf der Bühne, der neue Spieltisch der KKL-Orgel. Nicht spektakulär wie die Orgel des Supervirtuosen Cameron Carpenter vor zwei Jahren beim Piano-Festival, dafür genau der Optik des Konzertsaales angepasst. Schade, dass eine bescheidene Besucherzahl dem Solo-Rezital des polnischen Organisten Michał Markuszewski zuhörte. Und schade, dass die Reihe vorläufig eingestellt wird, denn: «Wir brauchen Sponsoren für die Orgelklänge», sagte Orgelbauer Simon Hebeisen im Gespräch mit dem Organisten zu Beginn des Konzertes vor dem Orgelspieltisch.

Markuszewski erzählte von der Inspiration und der Spannung an einer für ihn neuen Orgel. Wie gut er sich in die KKL-Konzertorgel eingefühlt hat, zeigte sich in allen Werken, die er stilsicher, technisch perfekt und höchst einfühlsam interpretierte.

Klänge liessen regenbogenartig ineinander

Er liess die französischen Register bei den farbenreichen Werken von Marcel Dupré und César Franck regenbogenartig ineinander fliessen, er nutzte die prachtvolle Klangfülle der Orgel im festlichen Präludium über «Lobet den Herren» von Niels Wilhelm Gade. Den berühmten Pilgerchor aus Wagners Tannhäuser in der Bearbeitung von Franz Liszt spielte er in dunklen Registern, aus denen die «Violinfiguren» klar herausleuchteten.

Der neue Spieltischs der KKL-Orgel, hier mit Organist Christian Schmitt. (Bild: Dominik Wunderli, 3. Oktober 2017)

Der neue Spieltischs der KKL-Orgel, hier mit Organist Christian Schmitt. (Bild: Dominik Wunderli, 3. Oktober 2017)

Spannend waren die Variationen über ein polnisches Lied von Mieczysław Surszinski und über ein russisches von August Freyer. Immer hörte man die Melodie aus allen Verzierungen und Akkordkaskaden heraus. Im «Marienbüchlein» von Juliusz Łuciuk kamen die enormen Klangmöglichkeiten der Orgel besonders zu Geltung. Die Töne blieben oft in schwebenden Clustern liegen, und der dadurch erzeugte Nachhall wie in einer Kathedrale füllte den Raum. Während des langen Beifalls zeigte der Organist immer wieder auf die Orgel, bevor er sich mit einer melodischen Improvisation bedankte.

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