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JAZZFESTIVAL WILLISAU: Zum Auftakt zwei spielfreudige Trios aus der Schweiz und den USA

Die Schweizer Gruppe Le String’Blö und das amerikanische Trio BassDrumBone haben am Mittwochabend für einen gelungenen Auftakt zum Jazz Festival Willisau gesorgt. Zum 43. Mal bietet dieses einen Einblick in die zeitgenössische Jazz- und Improvisations-Szene - für alle, die sich interessieren, welche Töne dort herumschwirren.
Le String’Blö (Bild: PD)

Le String’Blö (Bild: PD)

Le String’Blö ist quasi eine Fusion des Trios von Roberto Domeniconi, Christan Weber und Emanuel Künzi mit den Saxofonisten Sebastian Strinning und Lino Blöchlinger. Vor einer bis auf wenige Plätze vollen Festhalle gaben sie ein inspiriertes Konzert. Mit ihrer lustvollen Interaktion nahmen sie sozusagen den freien "Sound von Willisau" auf und verschafften ihm eine aktuelle Interpretation.

Spielfreude zeichnete auch das Trio BassDrumBone aus, das es bereits seit 40 Jahren und damit fast so lang wie das Willisauer Festival gibt. Mark Helias, Gerry Hemingway und Ray Anderson sind hier Stammgäste, und mit ihrem Trio gaben sie ihr fünftes Konzert in der Festhalle. Vertraut sowohl mit der Jazztradition wie mit der Avantgarde haben sie in ihrer langjährigen Zusammenarbeit eine solide Basis geschaffen, von der aus sie zu virtuosen Improvisationen ansetzen.

Eine Formation, die sowohl in Präsentation wie Spiel ohne Effekthascherei auskommt und zeigt, welcher Reichtum an Klängen und Kreativität allein mit drei simplen und ursprünglichen Instrumenten geschaffen werden kann.

Schwerpunkte aus der Schweiz und den USA

Bis zum Sonntag bietet das Festival insgesamt 25 Konzerte, davon zwölf auf der Hauptbühne. Diese dürften gut besucht sein. Festivalsprecher Marco Sieber zeigte sich am Mittwoch zufrieden mit dem Vorverkauf. Dieser sei über alle Konzerte weg sehr ausgeglichen.

Schwerpunkte bilden wie schon in den vergangenen Jahren Formationen aus der Schweiz und aus den USA. Die amerikanische Szene ist in diesem Jahr mit dem Quartett des 77-jährigen Altmeisters Andrew Cyrille und seinem Quartett vertreten; ausserdem mit dem Peter Evans Ensemble, dem Klavierduo Kris Davis und Angelica Sanchez. Unkonventionell ist der Auftritt des Sam Amidon Trios, das einen rudimentären, ungeschliffenen Jazz-Sound mit - an einem Jazzfestival ungewohnten - Folk-, Country- und Bluegrass-Songs verbindet.

Das Trio Kali und das Nonett Flury and the Nuborns vertreten die aktuelle Schweizer Szene. Dazu zählen darf man trotz internationaler Beteiligung wohl auch das 2010 in Genf gegründete Insub Meta Orchestra, das mit über 30 Musikern und Musikerinnen anreist. Gespannt sein darf man auch auf das Trio mit Urs Leimgruber- Jacques Demierre-Barre Phillips, ergänzt mit dem deutschen Analog-Elektroniker Thomas Lehn.

Aus Australien kommt das legendäre Trio The Necks und aus Schweden das Frauen-Sextett Attack um die Saxofonistin Anna Högberg. In der Reihe Intimities sind Christy Doran und Noël Akchoté, Hans Koch und Manuel Troller sowie das Spacetet zu hören. Dazu gibt es vier Late Spots und sechs Konzerte auf der Zeltbühne.

sda

BassDrumBone (Bild: PD)

BassDrumBone (Bild: PD)

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