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JUBILÄUM: 40 Jahre «Die Schweizermacher» – Berlin feiert Emil Steinberger

Zum 40-jährigen Jubiläum von «Die Schweizermacher» ist der Kultfilm in Berlin gezeigt worden. Mit dabei ist auch der Luzerner Hauptdarsteller Emil Steinberger, der in Erinnerungen schwelgte.
Emil vor dem «Die Schweizermacher»-Plakat beim Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tali)

Emil vor dem «Die Schweizermacher»-Plakat beim Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tali)

Ricardo Tarli, Berlin

Vor 40 Jahren kam einer der erfolgreichsten Schweizer Spielfilme in die Kinos: «Die Schweizermacher» mit Walo Lüond und Emil Steinberger in den Hauptrollen. Der Kultfilm kann nicht nur in der Schweiz auf eine grosse Fangemeinde zählen. Auch beim deutschen Publikum kommt die Satire über zwei Zürcher Einbürgerungsbeamte gut an, wie eine ausverkaufte Sondervorführung in Berlin am Sonntagabend zeigte.

«Die Schweizermacher» lockten 60 bis 70 Berlinerinnen und Berliner ins kleine Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. Im Publikum sass ein prominenter Zuschauer: Emil Steinberger. «In Berlin ist es das erste Mal, dass der Film in Anwesenheit von Emil Steinberger gezeigt wird», sagte die in Berlin lebende Schweizerin Teresa Vena, die den Filmabend organisiert hatte, nicht ohne Stolz.

Die Schweizer Komödie, die in der Originalversion mit Untertiteln gezeigt wurde, sorgte beim Berliner Publikum für zahlreiche herzhafte Lacher. «Am Film gefällt mir der selbstironische Blick auf die Schweiz. Ich kann mir den Film immer wieder anschauen», sagte Oliver Boenke. «Es ist ein lustiger, skurriler Film», meinte auch Mathias Thiede. „«Sogenannte deutsche Tugenden werden darin auf die Spitze getrieben.»

«Film hat nichts von seiner Aktualität verloren»

Emil Steinberger, der in Begleitung seiner Frau Niccel nach Berlin gereist war, zeigte sich nach der Filmvorstellung gerührt: «Der Film hat viele schöne Erinnerungen geweckt.» Seiner Ansicht nach habe der Film nichts von seiner Aktualität verloren. Es sei bedauerlich, dass sich beim Thema Einbürgerung auch nach vierzig Jahren nicht viel verändert habe, sagte er im Anschluss an die Filmvorführung vor Publikum. Um ungerechte Entscheide zu verhindern, sollte das Einbürgerungsverfahren schweizweit vereinheitlicht werden, forderte der Luzerner Kabarettist. Zu seiner Filmrolle bekannte er: «Ich musste Moritz Fischer nicht spielen. Das war ich! Ich wäre mit der Frau Vakulic auch nach Amsterdam abgehauen.»

Erinnerungen an Auftritte in der DDR

«Ich fahre immer wieder gerne nach Berlin», sagte Steinberger im Gespräch mit der Luzerner Zeitung. Berlin sei eine Stadt, in der Kreativität einen hohen Stellenwert geniesse. Dies sei auf Schritt und Tritt spürbar. Emil Steinberger erinnerte sich bei seinem Berlin-Besuch auch an seine Auftritte in der DDR. In Ost-Berlin war er im Kabarett-Theater Distel oder im Friedrichstadtpalast aufgetreten. Besonders eine Begebenheit ist ihm bis heute in Erinnerung geblieben: «Mir war eine russische Aufpasserin an die Seite gestellt worden, vermutlich eine Stasi-Agentin.»

Am Montag steht ein Abendessen in der Schweizer Botschaft, zusammen mit dem Berliner Komiker Dieter Hallervorden und weiteren Gästen, auf dem Programm, bevor das Ehepaar Steinberger am Dienstag zurück in die Schweiz fliegen wird.

Emil im Gespräch im gut besuchten Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tarli)

Emil im Gespräch im gut besuchten Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tarli)

Ein bisschen Sightseeing musste auch sein beim Berlin-Besuch: Emil Steinberger und seine Frau Niccel vor dem Reichstag. (Bild: PD/Emil und Niccel Steinberger)

Ein bisschen Sightseeing musste auch sein beim Berlin-Besuch: Emil Steinberger und seine Frau Niccel vor dem Reichstag. (Bild: PD/Emil und Niccel Steinberger)

Emil Steinberger mit seiner Frau Niccel vor dem Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tarli)

Emil Steinberger mit seiner Frau Niccel vor dem Kino in der «Brotfabrik» in Berlin-Weissensee. (Bild: Ricardo Tarli)

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