Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kleintheater Luzern: Kabarettisten duellieren sich mit der Welt

Derbe Sprachlust aus Deutschland, viele Schweizer Radiostimmen und eine schlagfertige Überfliegerin aus Basel: Es sind Kabarettwochen im Kleintheater Luzern. Sie setzen heuer auf Bewährtes.
Céline Graf
Jochen Malmsheimer kehrt zurück nach Luzern und dem «wohlerzogenen» Publikum. (Bild: PD)

Jochen Malmsheimer kehrt zurück nach Luzern und dem «wohlerzogenen» Publikum. (Bild: PD)

«Das Luzerner Publikum war, ­sofern anwesend, in Teilen pünktlich, gut frisiert, wohlerzogen und kenntnisreich. Also allemal die Reise wert», richtet der deutsche Kabarettist Jochen Malmsheimer auf Anfrage aus. Sein Seebärbart ist wetterfest, sein Humor derb und schlau, seine Sprachlust unbändig. Er mutet ein bisschen an wie ein entfernter Cousin des verstorbenen Schriftstellers Harry Rowohlt («Pooh’s Corner»).

An den Kabarettwochen im Kleintheater Luzern war Jochen Malmsheimer bereits 2015 und 2016 zu Gast. Jetzt kehrt er zurück – mit längerem Bart und dem Programm «Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage». Darin fordert er die «Allgemeinabstumpfung» mit dem «Schwert der ­Poesie» zum Duell. Wer siegen wird, ist offensichtlich.

Insgesamt setzen die Kabarettwochen auf altbewährte und ­arrivierte Künstlerinnen und Künstler. So fehlt dieses Jahr eine freche Schnauze der jüngsten Garde, wie sie etwa schon Gülsha Adilji vertreten hat.

Dimitri-Schüler und SRF-Hauscomedians

Wer vergangenes Jahr den Österreicher Stefan Waghubinger mochte, kann sich wieder auf ­ihn freuen. In seinem Programm «Jetzt hätten die guten Tage kommen können» wagt er sich auf eine Expedition auf den Dach­boden seiner Eltern. Ihn dürften Zuschauerinnen und Zuschauer der Sendung «Die Anstalt» von ZDF kennen, ebenso wie Timo Wopp. Vermeintlich gut gemeint, will dieser gleich die ganze Welt aus einer «Midlifecrisis» coachen.

Aus der Schweiz dabei sind die Dimitri-Schüler Les Diptik und die Kunstfigur Barbara Hutzenlaub, zurzeit ohne ihre Busenfreundin Lotti Stäubli auf Tour. Ausserdem treten Gabriel Vetter und Patti Basler auf. Die schlagfertige Baslerin gewinnt den Salzburger Stier 2019. Diesen grossen Kleinkunstpreis hat der Schaffhauser, wie Patti Basler ein ­ehemaliger Poetryslammer, auch einmal erhalten. Clara Buntin und Simon Chen sind weitere ­Namen, die einem sonst oft im Schweizer Radio und Fernsehen begegnen. Sie ist Autorin der Sendung «Früh-Stück», er gehört zu den Hauscomedians.

Über zu wenig Präsenz kann sich das SRF nicht beklagen. Es darf auch wieder die Radio-Liveshow «Ohrfeigen» im Rahmen der Sendung «Spasspartout» veranstalten. Bänz Friedli moderiert den Abend mit der Spokenword-Autorin Stefanie Grob, den Kabarettisten Nils Heinrich und – abermals – Timo Wopp sowie dem Duo Touchemabouche (Dienstag, 19. März, 19.45 Uhr). Das ­Radioformat hat einen Vorteil auf sicher: Es ist pünktlich.

Die Kabarettwochen im Kleintheater Luzern dauern vom 19. bis zum 30. März.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.