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KANTON: Diesen Sommer spielt die Musik draussen

Die Zuger Open- Air-Szene hat für Jung und Alt etwas zu bieten. Die Veranstalter gehen dabei unterschiedliche Wege.
Im letzten Jahr haben in der Badi Hünenberg mehrere Anlässe stattgefunden – unter anderem das Konzert von Marc Sway im August. (Archivbild Stefan Kaiser)

Im letzten Jahr haben in der Badi Hünenberg mehrere Anlässe stattgefunden – unter anderem das Konzert von Marc Sway im August. (Archivbild Stefan Kaiser)

Rahel Hug

Sommerzeit ist Open-Air-Zeit. Konzerte im Freien erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit – das ist auch im Kanton Zug nicht anders. Hier ist die Dichte an Open Airs diesen Sommer speziell hoch. Das Waldstock-Open-Air-Spektakel in Steinhausen, das seit Jahren eine treue Besucherschar anzieht, findet heuer vom 30. Juli bis am 1. August statt. Kleinere Open Airs wie beispielsweise das Badi-Open-Air in Hünenberg (7. August) oder das Open Air Ägeri (22. August) sprechen ein junges Publikum an, beim Ländler-Open-Air auf dem Raten (21. bis 23. August) kommt die gestandene Hörerschaft auf ihre Kosten. Auch eine «grosse Kiste» steht dieses Jahr auf dem Programm: Das Pfadi-Folk-Fest (PFF), das neben Pfadfindern auch andere Open-Air-Fans anspricht, findet dieses Jahr in Menzingen statt (21. bis 23. August). Doch was ist eigentlich das Erfolgsrezept für ein gelungenes Open Air? Wir haben uns bei verschiedenen Veranstaltern umgehört.

Organisiert von Jugendlichen

Das Badi-Open-Air in Hünenberg wird von der gemeindlichen Jugendarbeit und der Pächterin der Badi-Beiz, Ella Vogt, gemeinsam mit fünf Jugendlichen zwischen 17 und 18 Jahren organisiert. Es gebe in Hünenberg bereits seit längerem ein Open Air für Jugendliche, erzählt Projektleiter Jonathan Casu. Die ersten Konzerte wurden im Rahmen der Eröffnung der Bandräume beim Schulhaus Ehret B organisiert. Weil das Schulhaus nun eine Baustelle ist, hat sich das Team der Jugendarbeit entschieden, etwas Neues in der Badi zu planen. «Dies auch, weil hier im Dorfgebiet im Sommer wenig los ist. Wir wollten etwas im Seegebiet machen», so der Jugendarbeiter. Erstmals haben sich nun die Jugendlichen in einem Organisationskomitee organisiert, eigene Ressorts übernommen und das Programm fast selbstständig auf die Beine gestellt. «Das hat sehr gut funktioniert», freut sich Casu, der als ehemaliges OK-Mitglied von Rock the Docks Erfahrung bei der Organisation von Open Airs hat.

Für die Auftritte konnten die Jugendlichen den Schweizer Reggae-Sänger Dodo gewinnen. «Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, einen national bekannten Musiker zu engagieren», sagt Casu. Und er fügt an: «Es braucht ein Zugpferd, damit die Leute kommen.» Neben dem Headliner setzt das Badi-Open-Air auf lokale Bands: Fratelli B, 2mal2 und Änetsee heissen die weiteren Acts. Der Projektleiter erwartet rund 500 Leute. «Es ist zwar eher ein kleines Open Air, aber für Hünenberg ist es doch eine recht grosse Sache.» Der Anlass stehe und falle mit dem Wetter. Man habe das Glück, dass die Gemeinde das Restrisiko bei schlechtem Wetter trage. Ausserdem, so führt Casu aus, können die Kosten relativ tief gehalten werden, weil die Jugendlichen ehrenamtlich tätig sind.

3000 Besucher in Menzingen

Etwas mehr Leute erwartet man diesen Sommer auf dem Stockacher in Menzingen. Das Pfadi-Folk-Fest, das dieses Jahr unter dem Motto Moods steht, soll rund 3000 Besucher anziehen. «Dann sollten wir schwarze Zahlen schreiben, was wir uns zum Ziel gesetzt haben», erklärt Samuel Hofmann, Präsident des Vereins PFF Menzingen. Platz hätte es auf dem Festivalgelände für rund 4500 Besucher. Seit bald drei Jahren laufen die Vorbereitungen für das grosse Volksfest. «Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und freuen uns riesig, dass es bald so weit ist», sagt Hofmann. Das Rezept für ein gelungenes Programm beim Pfadi-Folk-Fest 2015? «Wir haben neben den Konzerten ein buntes Rahmenprogramm mit Improtheater, Speeddating oder einem Lachworkshop. Am Sonntag gibt es zudem einen Familientag. Das ist Tradition an den PFFs und macht unser Programm besonders», erklärt der Präsident. Im Musikbereich setzen die Menzinger auf Schweizer Bands: Lo & Leduc, Dabu Fantastic, Open Season und Hecht sind nur ein paar der Acts, die von 21. bis 23. August auftreten. Die grösste Herausforderung bei der Planung sei die Suche nach Geldgebern gewesen, hält Samuel Hofmann fest. Ausserdem habe man bei der Planung keine Vergleichswerte gehabt. «Wir haben so etwas vorher noch nie gemacht. Wir haben uns deshalb bei den Waldstock-Organisatoren Tipps geholt.»

Ein kleines, aber feines Open Air, das dieses Jahr erstmals in dieser Form stattgefunden hat, ist das Uferlos am Ägerisee. Organisiert vom Verein El Toro in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Oberägeri, haben am 3. Juni auf dem Oberägerer Seeplatz die Zuger Bands Glenturret und Troubadueli für Unterhaltung gesorgt. Gekommen sind rund 400 Besucher. Der Verein hat bereits in der Vergangenheit Konzerte im Ägerital organisiert, das Uferlos soll nun aber dauerhaft etabliert werden, wie Hans Peter Müller von El Toro erklärt. Das Ziel sei, Musik zu finden, die sich vom Mainstream abhebe und trotzdem für ein möglichst breites Publikum, für jüngere und ältere Semester, genussvoll sei. «Wir halten schon die Augen und die Ohren für nächstes Jahr offen.»

Hinweis

Informationen über die verschiedenen Open Airs und Veranstaltungen im Sommer gibts auf www.zugkultur.ch

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