Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Keine Sorge um James Bond

Die Produktionsfirma erläuterte am Donnerstag auf Jamaika ihre Pläne für den 27. Auftritt des legendären britischen Geheimagenten 007. Auch Cast und Crew sind komplett.
Sebastian Borger, London
Von links: Léa Seydoux, Regisseur Cary Joji Fukunaga, Ana de Armas (mögliches Bond-Girl Nummer 1), Daniel Craig, Naomie Harris und Lashana Lynch (mögliches Bond-Girl Nummer 2). (Bild: Leo Hudson/AP (Oracabessa, Jamaika))

Von links: Léa Seydoux, Regisseur Cary Joji Fukunaga, Ana de Armas (mögliches Bond-Girl Nummer 1), Daniel Craig, Naomie Harris und Lashana Lynch (mögliches Bond-Girl Nummer 2). (Bild: Leo Hudson/AP (Oracabessa, Jamaika))

Der lustigste Moment des Werbe-Events für den neusten James-Bond-Film kam mittels eines Einspielfilmchens. Er komme leider aus New York nicht weg, teilte der erst kürzlich für «Bohemian Rhapsody» mit einem Oscar ausgezeichnete Schauspieler Rami Malek mit. Aber als Bösewicht in dem bevorstehenden Streifen wolle er dafür sorgen, «dass Mister Bond kein einfaches Spiel haben» werde. Das klang so wenig bedrohlich, dass Schauspielkollege Daniel Craig sehr viel Kunst aufbringen musste, um seiner angeblichen Angst Nachdruck zu verleihen.

In Wirklichkeit muss sich kaum jemand Sorgen machen, jedenfalls nicht um den Geheimagenten Ihrer britischen Majestät mit der Nummer 007 und der Lizenz zum Töten. Bond darf nicht sterben, auch nicht im Auftritt Nummer 27, den die Produktionsfirma Eon in einem Akt alberner Geschichtsklitterung hartnäckig als «Bond25» bezeichnet, nur weil zwei Filme der legendären Serie (das erste «Casino Royale» 1967 und «Sag niemals nie» 1983) unter anderer Ägide entstanden. Das britische Propagandamärchen ist viel zu lukrativ; für Bond 25/27 streben die Produzenten angeblich die runde Einspielsumme von einer Milliarde Dollar an.

Auch Léa Seydoux ist ­ wieder mit dabei

Der 51-jährige Craig selbst hat schon vorab mitgeteilt, dass sein fünfter Bond-Film definitiv auch sein letzter sein soll. Freilich mag dies nicht das allerletzte Wort sein, schliesslich liess sich der Brite auch schon nach dem vorläufig letzten Bond-Streifen «Spectre» (2015) in ähnlicher Weise vernehmen. Eher schneide er sich die Pulsadern auf, als nochmals den saufenden, prügelnden, liebenden und tötenden Agenten Ihrer Majestät zu geben, sagte Craig vor drei Jahren nur halb im Scherz.

Stattdessen sass er nun vor der jamaikanischen Villa des Bond-Schöpfers Ian Fleming (1908–64) im Kreise alter Bekannter. Auch beim nächsten Mal wird er dem coolen Briten Jeffrey Wright als CIA-Agent Felix Leiter zur Hand gehen. Die Aufsicht über 007 führt erneut Ralph Fiennes als M alias Chef des Auslandsgeheimdienstes MI6, für dessen Ausrüstung sorgt wiederum Ben Whishaw als Q. Und was wäre Bond ohne Moneypenny, zuverlässig verkörpert von Naomie Harris? Erneut im Spiel ist auch Léa Seydoux als Psychiaterin Madeleine Swann.

Kein Wunder, dass Produzentin Barbara Broccoli auf bewährte Erfolgsgaranten setzt, schliesslich gab es ausser Craigs ursprüng­licher Unlust auch fortgesetzten Ärger um den Regisseur des einstweilen namenlosen Films. Bei «Spectre» und «Skyfall» (2012) gab der erfahrene Sam Mendes die Anweisungen. Weil dieser nicht mehr mochte, sollte Oscar-Preisträger Danny Boyle Regie führen, schmiss aber im Sommer «wegen kreativer Meinungsverschiedenheiten» hin. Nun darf der Amerikaner Cary Fukunaga ran.

Nach dem ersten Abschnitt der Dreharbeiten in Norwegen soll es in Jamaika weitergehen. Dort geniesst Bond gerade sein Leben, als ihn der Auftrag zum Einsatz ereilt. Später wird noch in den Pinewood-Studios bei London sowie in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Matera in Süditalien gedreht.

Kein Bond-Termin ohne vergnügliche Spekulation über den nächsten 007. Der Amtsinhaber hat sich zwar glücklicherweise nicht die Pulsadern aufgeschnitten, was ihm mit einer wirklich lebenswerten Gage versüsst wurde – die Rede ist von der Gesamtsumme von 120 Millionen Dollar für sämtliche Bond-Auftritte, was für den Abschiedsstreifen erfreuliche 51,7 Millionen ergäbe. Aber wer wird Nachfolger?

Wer wird der ­ nächste Bond?

Als würdiger Erbe der illustren Reihe wurde in den vergangenen Jahren immer wieder Idris Elba genannt, der als Nelson Mandela in «Der lange Weg zur Freiheit» weltbekannt wurde und der erste schwarze Bond wäre. Ein wenig jünger als der 46-Jährige sind Richard Madden («Bodyguard»), 32, und Tom Hiddleston, 38. Letzterer spielte die Titelrolle in der BBC-Verfilmung von «Night ­Manager», einer verwickelten John-le-Carré-Spionagegeschichte. Aparterweise wird darin Bonds Arbeitgeber MI6 als korrupte Hilfsagentur eines internationalen Waffenhändlers dargestellt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.