KINO: Den neuen Bond-Film bis auf die Knochen durchleuchtet

Jetzt reden wieder alle über den neuen Bond. Wir geben Ihnen Fakten, damit Sie mitreden können, auch wenn Sie noch nicht im Kino waren.

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James Bond (Daniel Craig, rechts) in der Eingangssequenz in «Spectre». (Bild: PD)

James Bond (Daniel Craig, rechts) in der Eingangssequenz in «Spectre». (Bild: PD)

  • 1 . Die spektakulärste Action: Ist gleich die Eingangsszene in – und über – Mexiko-Stadt. Nachdem Bond ein Haus zum Einsturz gebracht und einen Killer durch den Trubel beim «Tag der Toten» verfolgt hat, kämpft er in einem wild trudelnden Hubschrauber über der Menschenmenge. Atemberaubend.

 

  • 2. Die rasanteste Verfolgungsjagd: Führt durchs nächtliche Rom. Ein ­orangelackierter Jaguar C-X75 jagt einen silbernen Aston Martin DB10 (in dem Bond sitzt) durch verwinkelte Gassen und über schmale Treppen, die Fahrt endet am – und im – Tiber. «Alles, was Sie sehen, machen wir wirklich», sagt Stunt-Koordinator Gary Powell. Schön anzusehen ist auch, wie Bond im Flugzeug (!) den Killer Mr. Hinx (Dave Bautista) eine verschneite Piste hinunter verfolgt.

 

  • 3. Die unrealistischste Szene: Dass Bond und der auf ihn gehetzte Killer im Nahkampf einen halben Zug auf der Fahrt durch die Wüste demolieren, ohne dass andere Fahrgäste oder Bahnangestellte das auch nur zur Kenntnis nehmen, wundert ein wenig. Und wenn mitten in London ein Gebäude in die Luft fliegt, wäre wohl auch etwas mehr los als nur ein paar Polizeiautos auf einer Brücke über der Themse.

 

  • 4. Bond-Girl e i ns:Wenn Léa Seydoux alias Psychologin Madeleine Swann sich beim noblen Dinner mit Bond einen «schmutzigen» Wodka Martini bestellt, ist klar, was kommt.

 

  • 5. Bond-Girl z w ei:Eine von Bonds Liebschaften hat ja meist gute Chancen auf einen frühen Tod. Lucia, gespielt von Monica Bellucci, wäre eine Kandidatin. Bond hat sie eigenhändig zur Witwe gemacht. Bellucci ist mit 51 die älteste Liebschaft in der 007-Geschichte.

 

  • 6. Schurke e i ns: Christoph Waltz’ fieses Franz-Oberhauser-Lächeln macht Gänsehaut. «Kuckuck», grüsst er Bond fröhlich, nachdem dieser sich in ein Treffen der Organisation Spectre eingeschlichen hat. Warum Oberhauser James Bond so hasst, verstehen die Zuschauer auch irgendwann.

 

  • 7. Schurke z w ei: Max Denbigh, Agentenname C, ist ein wahrer Unsympath. Mit Bond hat C wenig zu tun, avanciert aber zum Filmgegner von dessen Boss M (Ralph Fiennes). Denbighs Ziel ist totale Überwachung – Agenten mit der Lizenz zum Töten hält er für veraltet. Kann man so sehen, sieht M anders.

 

  • 8. Das beste Spielzeug:Ist diesmal eine Uhr, deren Alarm ziemlich laut ist, wie Q (Ben Whishaw) es formuliert. Unspektakulär, aber im richtigen Moment ziemlich wichtig für 007. Dass explodierende Kugelschreiber nicht mehr zur Agenten-Ausstattung gehören, hat Q ja schon in «Skyfall» deutlich gemacht.

 

  • 9. Der beste Dialog: «Also James, wieso bist du gekommen?», fragt Oberhauser. «Um dich zu töten», sagt Bond. «Und ich dachte, du wärst hier, um zu sterben», säuselt Oberhauser. Bond kühl: «Alles eine Frage der Perspektive.»

 

  • 10. Das Finanzielle: Mit angeblich mehr als 300 Millionen Euro dürfte «Spectre» so teuer gewesen sein wie kein anderer Bond-Film zuvor. Schon die Autos, die beim Dreh draufgingen, waren angeblich mehr als 30 Millionen Euro wert. Wenn der Film auch nur annähernd so gut läuft wie «Skyfall», müssen sie sich keine Sorgen machen. Der spielte rund 1,1 Milliarden US-Dollar ein.

Teresa Dapp, dpa

Hinweis

«Bond – Spectre» läuft ab Donnerstag in den Kinos. Die Kritik ist bereits erschienen.