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KINO: Die bösen Aliens schlagen erneut zu

Die Aliens geben keine Ruhe: 20 Jahre nach «Inde­pendence Day» setzen sie zu einer neuen Invasion auf der Erde an. Regisseur Roland Emmerich zieht alle Register.
Barbara Munker, dpa
Der neue «Independence Day»-Kracher muss wegen des Fehlens von zentralen Charakteren noch mehr auf das Spektakel setzen. (Bild: PD)

Der neue «Independence Day»-Kracher muss wegen des Fehlens von zentralen Charakteren noch mehr auf das Spektakel setzen. (Bild: PD)

Barbara Munker, dpa

20 Jahre Warten hat sich gelohnt – zumindest visuell. In «Independence Day: Resurgence» legen Roland Emmerich und seine Aliens mächtig zu. Das Mutterschiff, mit dem die Ausserirdischen die Erde plattmachen wollen, hat gigantische Ausmasse. Mit fast 5000 Kilometern Spannbreite legt sich sein dunkler Schatten über den ganzen Atlantik. Der deutsche Hollywood-Regisseur mag es gewaltig, doch grösser ist nicht immer besser.

Der Überraschungscoup

In «Independence Day» kleckerte er 1996 mit kleineren Raumschiffen und weniger ausgefeilten Spezialeffekten. Es war geradezu Low Budget, doch die erste Invasion der Aliens übertraf damals sogar den Traumstart von Steven Spielbergs «Jurassic Park». Emmerich & Co. legten filmisch das Weisse Haus in Washington, die Wolkenkratzer Manhattans und fast das ganze Land in Schutt und Asche. Dann holte der gebürtige Schwabe zum patriotischen Gegenschlag aus. Der US-Präsident, ein paar Kampfpiloten und Computertüftler können die Apokalypse stoppen. Mit Gemeinsinn und Opferbereitschaft wird die Vernichtung der Zivilisation noch einmal abgewendet.

In der Fortsetzung «Independence Day: Resurgence» ist die Welt nun für eine noch grössere Invasion gerüstet. Politische Utopie: Nationale Grenzen sind abgeschafft, der Mond hat Aussenposten, ein riesiges Verteidigungssystem soll die Erde schützen.

Alte Stars, aber ohne Will Smith

Glücklicherweise ist noch ein Teil der alten Heldentruppe an Bord. Der Tüftler David Levinson (Jeff Goldblum) ist zum Leiter der Erdsicherheit aufgestiegen. Bill Pullman, der 1996 als US-Präsident Thomas Whitmore zum Kampf bläst, geht inzwischen am Stock. Von «Independence Day»-Star Will Smith alias Bomberpilot Steven Hiller müssen die Zuschauer aber Abschied nehmen. Smith wollte in der Fortsetzung nicht mitspielen, Emmerich hatte keine andere Wahl: Die beliebte Figur kommt auf einem Testflug ums Leben.

Das schräge Trio Goldblum, Smith und Pullman war das liebenswerte Herzstück des Originalfilms. Diese Lücke füllt Emmerich nun mit noch mehr Action, Effekten und zig neuen Charakteren, von denen aber keiner richtig zum Zuge kommt.

Smith lebt in der Figur seines Stiefsohnes, des jungen Piloten Dylan Hiller, weiter. Doch der Nachwuchsschauspieler Jessie Usher kommt nicht richtig in Fahrt. Auch Liam Hemsworth als Kampfpilot Jake Morrison kann mit den Altstars nicht mithalten. Die französische Starschauspielerin Charlotte Gainsbourg wirkt sogar etwas hilflos als Alien-Forscherin, und auch Sela Ward hat als amtierende US-Präsidentin Lanford nicht allzu viel zu sagen.

Unterstützung für Hillary Clinton

Doch immerhin macht Emmerich eine Frau zur Chefin im Weissen Haus. Im Wahljahr in den USA sei das eine Art «Kampferklärung», sagte der Regisseur der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor habe er auch schon Filme mit schwarzen Präsidenten gemacht, gespielt etwa von Danny Glover in «2012». «Jetzt muss mal eine Frau her.» Er unterstütze die Demokratin Hillary Clinton schon seit langem auch mit Spendenveranstaltungen.

Nach 120 Minuten Action mit gigantischen Explosionen, Flutwellen, schleimigen Aliens und apokalyptischer Zerstörung ist von der Welt noch so viel übrig, dass es für «Independence Day 3» reichen würde. «Wenn der Film erfolgreich ist, gibt es einen dritten Teil», prophezeite Emmerich im Juni, kurz vor dem US-Kinostart. Das bleibt nun abzuwarten. In den USA konnte die Fortsetzung bei überwiegend schlechten Kritiken mit dem Kassenhit von 1996 nicht mithalten.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Hinweis

«Independence Day: Resurgence» startet am Donnerstag. Wo genau, erfahren Sie am Mittwoch auf unserer Kinoseite.

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