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KINO: Dokumentarfilm «The Borneo Case – Bruno Manser lebt weiter»

Bruno Manser ist der Tropenholzmafia ein Dorn im Auge gewesen. Der neue Dokumentarfilm «The Borneo Case» legt den Fokus auf die Mafiaverflechtungen mit der internationalen Bankenwelt.
Bruno Manser lebte jahrelang beim indigenen Volk der Penan – hier ein altes Paar – im Regenwald von Sarawak. (Bild: PD)

Bruno Manser lebte jahrelang beim indigenen Volk der Penan – hier ein altes Paar – im Regenwald von Sarawak. (Bild: PD)

Mit 750 000 km2 Fläche ist Borneo die drittgrösste Insel der Welt. Politisch ist sie aufgeteilt zwischen Indonesien, Malaysia und dem kleinen Sultanat Brunei. Während über 70 Prozent des Territoriums von Borneo zu Indonesien gehören, umfasst der malaysische Teil im Norden gut einen Viertel der Insel und besteht im Wesentlichen aus den beiden Bundesstaaten Sabah und Sarawak.

Letzterer ist mit 124 000 km2 Fläche gut dreimal so gross wie die Schweiz und wurde durch das Engagement des charismatischen Bruno Manser weltweit bekannt. Manser hatte als einziger Europäer jahrelang im dortigen Regenwald mit dem indigenen Volk der Penan gelebt. Er war einer der ihren geworden und hatte sie bei ihrem Kampf gegen die Abholzung dieses Regenwaldes unterstützt, der zu den grössten der Erde gehört.

2000 verschwand Manser

Im Mai 2000 verschwand Manser spurlos, nachdem er von Indonesien her erneut nach Sarawak hatte einreisen wollen. Man weiss bis heute nichts über die Umstände seines mutmasslichen Todes. Der internationalen Tropenholzmafia war Manser schon lange ein Dorn im Auge gewesen. Die Mafia hatte Verbindungen mit der korrupten Regionalregierung des Chief-Ministers von Sarawak, Abdul Taib Mahmud, der dort während 33 Jahren das Sagen hatte.

2007 hatte es schon einmal einen Dokumentarfilm über Bruno Manser und seinen Kampf gegen die Abholzung des Regenwaldes gegeben: «Bruno Manser – Laki Penan» des Innerschweizer Regisseurs Christoph Kühn. Stand bei jenem Film, der ein grosser Kinoerfolg wurde, die Person Bruno Manser im Zentrum, so geht es in «The Borneo Case» um die aktuelle Situation in dem Gebiet, wo Manser gelebt hatte. In fünfjähriger Arbeit haben die beiden schwedischen Dokumentarfilmer Dylan Williams und Erik Pauser einige Menschen begleitet, die den Kampf von Bruno Manser weiterführen.

Zu ihnen gehören unter anderem der im kanadischen Exil lebende Penan Mutang Urud, der ein enger Freund von Bruno Manser war, die britische Journalistin Clare Rewcastle sowie der Basler Umweltaktivist und Historiker Lukas Straumann, seit 2004 Geschäftsführer des Bruno-Manser-Fonds.

«Raubzug auf den Regenwald»

Der 48-jährige Straumann kennt den Regenwald von Sarawak aus eigener Anschauung und ist Experte auf dem Gebiet der weltweiten Verflechtungen der Tropenholzmafia mit der internationalen Bankenwelt. Er ist Autor des Sachbuches «Raubzug auf den Regenwald», das den Zusammenhang von Korruption und Umweltzerstörung vertieft. In «The Borneo Case» sagt er dazu: «Oft glaubt man, Korruption sei ein Verbrechen ohne Opfer, doch das ist nicht wahr.»

Geri Krebs
kultur@luzernerzeitung.ch

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