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KINO: Leinwandidol ohne Starallüren – Robert Redford wird 80

Robert Redford ist ein Hollywood-Rebell. Er lebt fernab in den Bergen von Utah, mit seiner deutschen Frau. Seine Liebe gilt dem Independent-Kino und der Umwelt. Am 18. August feiert er seinen 80. Geburtstag – und steht weiter vor der Kamera, auch für Mainstream-Filme.
US-Schauspieler Robert Redford feiert seinen 80 Geburtstag. Das Bild zeigt Redford anlässlich der Präsentation des Films «All Is Lost» im May 2013 in Cannes. (Bild: EPA/Ian Langsdon)

US-Schauspieler Robert Redford feiert seinen 80 Geburtstag. Das Bild zeigt Redford anlässlich der Präsentation des Films «All Is Lost» im May 2013 in Cannes. (Bild: EPA/Ian Langsdon)

So ist er im Disney Fantasymärchen «Pete's Dragon» ab dem 25. August als Holzschnitzer und Märchenerzähler zu sehen. Der Film habe ihm die Gelegenheit gegeben, in seine eigene Kindheit zurückzureisen, erzählte Redford in einem Filminterview. «Wenn ich früher 'Es war einmal' hörte, war ich immer ganz aufgeregt.»

Der eigene Aufstieg in Hollywoods Star-Riege war eher holprig als märchenhaft. Geboren wurde Robert Redford im kalifornischen Santa Monica, am Rand der Filmmetropole, als Sohn eines Milchmanns. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf.

Mit einem Sport-Stipendium schaffte er es in die Universität von Colorado, flog aber nach Alkoholeskapaden wieder raus. Er trampte durch Europa, schlug sich mit dem Verkauf selbstgemalter Bilder durch, bis er zurück in New York auf der Schauspielschule entdeckt wurde.

Privat zurückgezogen

Nach Filmen wie «Barefoot in the Park» mit Jane Fonda und der Westernkomödie «Butch Cassidy and the Sundance Kid» mit Paul Newman wurde Redford Ende der 1960er Jahre zum Leinwandidol. Die stahlblauen Augen, das kantige Gesicht und der blonde Haarschopf halfen. Den Typ verwegener Romantiker hat er trotz Falten und grauen Haaren immer noch drauf.

Als Liebhaber glänzte er etwa an der Seite von Meryl Streep in dem preisgekrönten Melodram «Out of Africa» (1985). Sein Privatleben dagegen hielt er stets unter Verschluss. Mit 22 Jahren heiratete Redford die spätere Historikerin Lola Van Wagenen, die Ehe der vierfachen Eltern wurde 1985 geschieden. Die zweite Hochzeit feierte er in Hamburg. Dort gab er 2009 seiner langjährigen deutschen Freundin, der Malerin Sibylle Szaggars, das Ja-Wort.

Gesunde Distanz zu Hollywood

Nicht nur räumlich ging Redford mit Hollywood auf Distanz - auch inhaltlich. In den Rocky Mountains in Utah rief er 1980 das inzwischen grösste US-Filmfest für unabhängige Produktionen ins Leben. Jedes Jahr im Januar trifft sich beim Sundance-Festival die Independent-Szene, jedesmal feuert Festival-Gründer Redford die Filmschaffenden an.

Er habe nichts gegen das Mainstream-Kino von Hollywood, sagte Redford im vorigen Januar bei der Eröffnung. Doch ihm komme es vor allem darauf an, die Vielfalt von Independent-Produktionen zu fördern. «Vielfalt kommt von dem Wort Unabhängigkeit, nach diesem Prinzip arbeiten wir hier», betonte der Oscar-Preisträger.

Redford ist ausserdem ein engagierter Umweltaktivist und Naturschützer. Als Vorzeige-Liberaler bezieht er auch auf der Leinwand oder im Regiestuhl häufig Position.

Erfolg ist nicht in Oscars zu messen

Im Überlebensdrama «All Is Lost» lief der Schauspieler mit 77 Jahren zur Höchstform auf. Er spielt einen Segler, der alleine auf seiner leck geschlagenen Jacht im Ozean treibt. Bei den Dreharbeiten ging er an seine körperlichen Grenzen. Die Crew habe ihn mit Wasserwerfern und Windmaschinen «grün und blau geschlagen», flachste der Schauspieler.

Die erhoffte Oscar-Nominierung für «All Is Lost» blieb 2014 überraschend aus. Seine bisher einzige Gewinnchance als Schauspieler hatte Redford an der Seite von Paul Newman in der Gaunerkomödie «The Sting». Das ist mehr als 40 Jahre her. In seiner langen Karriere holte der Star nur einen Goldjungen, 1981 als Regisseur von «Ordinary People». Ein Trostpflaster: 2002 ehrte ihn die Filmakademie mit einer Trophäe für sein Lebenswerk.

sda

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