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KINO: Neuer «Star Wars»-Film: Wenig überraschende Fortsetzung der Fortsetzung

«Star Wars: The Last Jedi» von Rian Johnson ist eine würdige, aber wenig überraschende Fortsetzung der Fortsetzung. Mit etwas mehr Tiefgang, aber nicht weniger Action. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.
Regina Grüter
Rey (Daisy Ridley) stösst bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf alles andere als offene Ohren. (Bild: Disney)

Rey (Daisy Ridley) stösst bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf alles andere als offene Ohren. (Bild: Disney)

Regina Grüter

Was hat man für Unmengen an Geld ausgegeben für Lego-«Star Wars». Den Todesstern zu Weihnachten, den Millennium-Falken zum Geburtstag. Für einmal waren es die Kinder, die einen ins Star-Wars-Universum eingeführt haben, und nicht umgekehrt. Sein Ältester kenne sich in diesem Universum viel besser aus als er, sagt auch Mark Hamill, der in «The Last Jedi» als Luke ­Skywalker zurückkehrt. Damit knüpft die achte Episode nahtlos an den Vorgänger «The Force Awakens» an.

Die Rebellen unter der Führung von General Leia Organa (die im Dezember 2016 gestorbene Carrie Fisher) müssen sich dem Vergeltungsschlag der Ersten Ordnung widersetzen, derweil Rey (Daisy Ridley) Luke Skywalker auf der Insel Ahch-To um Hilfe ersucht. Diese beiden Handlungsstränge werden ergänzt durch eine von Poe Dameron (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega) angezettelte Mission, die Letzteren zusammen mit Technikerin Rose (Kelly Marie Tran) auf der Suche nach dem Meistercodeknacker in die Casinostadt Canto Bight verschlägt.

Viele Fragen, ­ wenig Antworten

Im Zentrum der Geschichte steht Rey, die sich von Luke Skywalker auch eine Antwort auf die Frage erhofft, die sie seit jeher umtreibt: die nach ihren Eltern. Ähnlich wie das «Upside Down» in der Netflix-Serie «Stranger Things» liegt das Dunkle unter der Insel. Denn was hat es mit der Kraft auf sich, die sich im Kampf mit Kylo Ren (Adam Driver) zeigte und die sie mit ihm verbindet? Wieso hat sich der Sohn von Leia und Han Solo der dunklen Seite der Macht zugewandt? Wechselt er wie sein Grossvater Darth Vader alias Anakin Skywalker die Fronten? Eine dieser Fragen beantwortet «The Last Jedi» abschliessend. Meist aber herrscht ein reges Hin und Her, und kaum meint man, endlich zu erfahren, was Sache ist, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung und die gesuchten Antworten verschwinden im Sternenmeer. Genug Potenzial also für den letzten Teil der Trilogie.

Der Auftakt zur neuen Trilogie hatte Witz und Herz. Und die richtige Mischung aus alt und neu: Nostalgie gepaart mit neuen Charakteren und Schauplätzen, die das Star-Wars-Universum erweitern und gleichzeitig stark dar­in verankert sind. Das ist Blockbuster-Kino mit grossem Unterhaltungswert, aber auch einem gewissen Mass an Tiefgang.

Nach J. J. Abrams führt nun Rian Johnson die Reihe fort, der Mann, der die erste Skizze des Drehbuchs zu «The Force Awakens» geschrieben hatte. Er hat nun bei «The Last Jedi» nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch verfasst. Die Filmografie des Autorenfilmers ist nicht lang. Erwähnenswert sind der intelligente Zeitreise-Thriller «Looper» (2012), der originelle Film noir «Brick» (2015) und «Breaking Bad». Johnsons drei Episoden gehören zu den ungewöhnlichsten und besten der Serie. Von ihm als «Star Wars»-Regisseur hatte man sich mehr Tiefgang und einen Independent-Look erhofft.

Es ist schwierig, in «The Last Jedi» nach «The Force Awakens» eine eigene Handschrift zu erkennen. Gedreht wurde da schon mit einer 35-mm- und einer Imax-Kamera. Und das Produktionsdesign war weit weg von Hochglanz. Zwar nehmen die inneren Konflikte der Figuren mehr Raum ein, aber das ist eine logische Konsequenz des ersten Teils. Der Witz ist immer noch da – Luke Skywalker hat ein paar coole Sprüche drauf –, aber insgesamt etwas weniger geworden.

Dafür wird noch mehr gekämpft in diesen 152 Filmminuten, und man ist froh um die wenigen ruhigen Szenen. Eine davon gebührt Yoda, der Luke Skywalker, die letzte Hoffnung des Widerstands, eine wichtige Lektion erteilt.

Den Funken Hoffnung ­ am Leben erhalten

Der Begriff Hoffnung fällt gefühlte hundert Mal. Nun wird die Aufgabe, der Galaxis diesen Funken Hoffnung zu erhalten, endgültig an die Jungen übergeben. An Rey, Finn und Poe Dameron, während die armen Kinder von Canto Bight mit den Figuren ihrer Helden wie Luke Skywalker spielen. Schon Whitney Houston hat gesungen: «I believe the children are our future». Sie können eine neue Legende gebrauchen.

HINWEIS
«Star Wars: The Last Jedi» läuft ab Donnerstag in den Kinos.

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