Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KINO: «Tiger Girl» mischt Realität in die Fiktion

In «Tiger Girl» festigt Ella Rumpf ihr Image als rebellische Draufgängerin. Ein Spiel voller Energie.
Hans Jürg Zinsli
Ella Rumpf (rechts), hier in «Tiger Girl», steht vor dem internationalen Durchbruch. Links: Maria-Victoria Dragus als Vanilla. (Bild: PD)

Ella Rumpf (rechts), hier in «Tiger Girl», steht vor dem internationalen Durchbruch. Links: Maria-Victoria Dragus als Vanilla. (Bild: PD)

Sie war der Schweizer Shootingstar 2015, und sie ist der Schweizer Shootingstar 2017: Ella Rumpf (22), mehrsprachige Schauspielerin mit Hang zu filmischen Handgreiflichkeiten und Rollenpräsenz in Frankreich und Deutschland. Im Schweizer Drama «Chrieg» hatte sie 2015 ihr Debüt als Problemjugendliche auf der Alp gegeben, danach entschwand sie nach London in die Schauspielschule und wurde im französischen Horrorstreifen «Grave» zur Kannibalin.

Eine Energie, die süchtig macht

Jetzt folgt eine weitere Extremstufe: Rumpf spielt im deutschen Drama «Tiger Girl» (Regie: Jakob Lass) eine toughe Grossstadtgladiatorin – und wird dafür gefeiert. Mit gutem Grund: Wenn die Zürcherin auf der Leinwand loslegt, kann man als Zuschauer nicht wegschauen. Da ist Entschlossenheit im Blick und eine Energie im Spiel, die süchtig macht.

Manche sehen in Ella Rumpf das Abbild einer jungen, unbändigen Angelina Jolie. Das hat was. Jedenfalls wird die Schweizerin mit den vollen Lippen in «Tiger Girl» zur Beschützerin einer gescheiterten Polizeischülerin. Wo böse Jungs lauern, bringt Rumpf diese zur Strecke. Doch die Beschützte lernt schnell und braucht bald keinen Grund mehr, um selbst loszuschlagen.

Fast alle Dialoge sind improvisiert

Ist das also eine Art «Clockwork Orange» mit Berliner Grossstadtgören? Könnte man meinen, aber mit dem Unterschied, dass fast alle Dialoge in «Tiger Girl» improvisiert sind und die Realität von der Fiktion kaum unterscheidbar ist. Das gibt zusätzlichen Kick, und Rumpf festigt ihr Image als rebellische Draufgängerin. Eine Herausforderung wird es nun sein, auch mal andere Facetten zu zeigen. In einer Romanze etwa. Oder in der deutschen Gauner­komödie «Gorillas» von Detlev Buck, die bald gedreht wird. Ella Rumpf als Spasskanone? Das wär doch was.

Hans Jürg Zinsli

kultur@luzernerzeitung.ch

Tiger weiss, was sie will. Und holt es sich ohne Scheu. (Bild: outnow.ch/PD)

Tiger weiss, was sie will. Und holt es sich ohne Scheu. (Bild: outnow.ch/PD)

Die gescheiterte Polizeianwärterin Vanilla (links) lernt von Tiger. Dabei schiesst sie übers Ziel hinaus. (Bild: outnow.ch/PD)

Die gescheiterte Polizeianwärterin Vanilla (links) lernt von Tiger. Dabei schiesst sie übers Ziel hinaus. (Bild: outnow.ch/PD)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.