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KINO: Wunder und Fluch in «Miracolul din Tekir»

(«The Miracle Of Tekir») hat ihre Weltpremiere am vergangenen Zurich Film Festival gefeiert. Ein grosser Wurf.
Die Heilerin und die reiche Städterin: Mara (Dorotheea Petre, links) und Lili (Elina Löwensohn). (Bild: Filmcoopi/PD)

Die Heilerin und die reiche Städterin: Mara (Dorotheea Petre, links) und Lili (Elina Löwensohn). (Bild: Filmcoopi/PD)

Regisseurin Uxandra Zenide erzählt auf ruhige und zauberhafte Art die Geschichte zweier gegensätzlicher Frauen und einer ungeahnt glücklichen Schwangerschaft.

Sagenumwobener Schlamm

Mara, eine Heilerin mit scheinbar überirdischen Fähigkeiten, ist alleinstehend und auf mysteriöse Weise schwanger geworden. Für die Menschen im kleinen Fischerdorf am Donau-Delta fernab der modernen Welt ist klar: Die junge Frau bringt nichts als Unheil in die Kommune – und gehört als Hexe verbrannt.

Mit Hilfe des Dorfpfarrers findet Mara Zuflucht in einem Spa-Hotel, in dem unfruchtbare Frauen mit dem heiligen, sagenumwobenen Donau-Schlamm behandelt werden. Mit ihrem Wissen und ihren Heilmethoden soll sie der reichen Städterin Lili helfen, ein Kind zu bekommen.

Der wahre Zauber

Wunder und Fluch vermischen sich in dem Film ebenso wie Religion und Aberglaube, Wasser und Erde. Vor der Kulisse eines tristen Spa-Bereichs, einer spärlich eingerichteten Baracke und einer menschenleeren, stets etwas nebligen Landschaft hadert Mara mit ihrem Schicksal – während Lili in ihrem farbigen ­Zimmer auf das langersehnte Kinderglück hofft.

Mit der Zeit wird klar: Das Zusammentreffen von Mara und Lili ist der Schlüssel zu einer Zukunft, die für beide glücklich ausgeht. Durch ihre Beziehung, die bis zum Schluss ein unbarmherziges Zusammenprallen von Magie und Macht, Tradition und Moderne ist, entpuppt sich der wahre Zauber, das «Miracolul din Tekir».

Starke Bilder und Figuren

Starke Bilder, fesselnde Stimmungen, glaubhaft gezeichnete Frauenfiguren: Regisseurin Zenide ist ein grosser Wurf gelungen. Die Jury am Zurich Film Festival 2015 belohnte die Rumänin mit dem Förderpreis für den besten Schweizer Film des Festivalprogramms.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Miriam Lenz, sda

«Miracolul din Tekir»
Startet am Donnerstag, 28. Juli, im Stattkino (Luzern).

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