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KLAGENFURT: Bachmannpreis wie «ein Literaturbetriebsnudelessen»

Morgen beginnen in Klagenfurt die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur. Mit dabei sind auch drei Schweizer.
Irene Widmer, sda
Noch wenig bekannt: Julia Weber. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

Noch wenig bekannt: Julia Weber. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

In Klagenfurt wird ab Mittwoch wieder um die Wette gelesen. Mit Daniel Goetsch, Urs Mannhart und Gianna Molinari kandidieren drei Schweizer, die sich durchaus Hoffnungen auf den einen oder anderen der sechs Preise machen dürfen.

Der 48-jährige Zürcher Daniel Goetsch hat von allen 14 Bewerbern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die längste Werkliste: fünf Romane, je vier Theaterstücke und Hörspiele, daneben Essays und Gedichte. Für sein dramatisches Schaffen erhielt er 2002 den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts. Vor 17 Jahren hat der lizenzierte Jurist schon einmal beim Bachmannpreis teilgenommen. Dass er damals leer ausging, hat er verschmerzt, die Teilnahme sei ihm Freude genug gewesen, sagt er heute. Auch ohne Lorbeeren kam seine Schriftstellerkarriere nach Klagenfurt in Schwung.

Das scheue Reh der Literatur

Goetsch wird in Klagenfurt einen Auszug aus einem Roman lesen, «der in gewisser Weise nach Klagenfurt passt und die sogenannte Stunde Null mit unserer Zeit kurzschliesst». Im Vergleich zu 2000 reise er diesmal bewusster zum Wettbewerb. Er sehe das Ganze «sportlicher, als ein grosses Literaturbetriebsnudelessen. Und: Erfolg in der Literatur ist bekanntlich ein scheues Reh.»

Ganz anders als Goetsch lebt und wirkt Urs Mannhart: Zur Zeit absolviert der 41-Jährige eine landwirtschaftliche Lehre auf einem Bio-Bauernhof im oberaargauischen Madiswil. Seit seinem erfolgreichen Débutroman «Luchs» (2004) veröffentlichte Mannhart zwei weitere Romane. Der letzte, «Bergsteigen im Flachland», brachte ihm einen Plagiatsprozess ein, den er und sein Verlag gewannen und der Mannhart weit über literarische Kreise hinaus bekannt machte. In Klagenfurt wird er einen Text lesen, in dem «ziemlich viele Viecher vorkommen», sagte der angehende Agronom. «Aber eigentlich geht es um ein Paar. Und ums Erzählen.»

Noch ein Geheimtipp ist die Baslerin Gianna Molinari, mit 29 Jahren diesmal die zweitjüngste Kandidatin in Klagenfurt. Die Absolventin des Literaturinstituts in Biel schreibt derzeit an ihrem ersten Roman. Sie hat bereits einen Concours ähnlich demjenigen in Klagenfurt gewonnen: 2012 wurde sie in Leipzig beim Wettlesen um den MDR-Literaturpreis ausgezeichnet, und zwar sowohl mit dem Haupt- wie dem Publikumspreis.

Irene Widmer, SDA

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