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KLASSIK: Schweizer Volkston

«Musikwerk», das Podium für die klassische Moderne, beleuchtet in dieser Saison Schweizer Komponisten. Im ersten Konzert am Samstag im Maihof Luzern wurde deutlich, dass es da viel zu entdecken gibt.

Das Thema «Direktverbindung Ruswil–Paris» nahm Bezug auf den Luzerner Joseph Lauber (1864–1952). Er wurde in der Schweiz ausgebildet, lebte dann aber in Paris, wo unter anderen der Schweizer Frank Martin (1890–1974) zu seinen Schülern zählte.

Mit sechs Caprices für Klavier op. 44 von Joseph Lauber entführte die Pianistin Shih Wei Huang in kleine Stimmungsbilder von schweizerischem Volkston bis zu impressionistischen Klängen. Ganz anders die Pavane von Frank Martin, die vom Metropolis-Quartett (David Guer­chovitch und Agata Larar­czyk, Violinen, Gerald Karni, Viola, und Beni Santora, Cello) interpretiert wurde. Durch das zweite Cello (Sorin Munteanu) ergab sich ein warmer Klang, der den elegischen Charakter unterstrich. Die Zuhörer im Halbkreis nahe an den Musikern hatten unmittelbaren Zugang zu dem Spiel jedes Einzelnen.

Das Streichquartett Nr. 1 von Arthur Honegger hat eine ganz andere, heftig trotzige Klangsprache, die mit Dissonanzen nicht spart und von den Streichern präzise und spannend gestaltet wurde. Umrahmt wurden die Schweizer Kompositionen von zwei Franzosen: Von Vincent d’Indy (1851–1931) zeichneten Bläser und die Pianistin Petya Mihneva ein fast barockes Klanggemälde in der Sarabande, im Menuett mit kurzen Akkorden tänzerische Leichtigkeit. Die grosse Bandbreite im Spiel der Flötistin Andrea Kollé, des Klarinettisten Fabio di Casola und Catherine Kämper, Oboe, kam auch bei Darius Milhaud fantastisch zur Geltung. Und dass man sich in der Pause und nach dem Konzert zwanglos mit Musikern und Besuchern unterhalten konnte, vertiefte das Gehörte. Im nächsten Konzert am 14. April geht die Entdeckungsreise mit Schweizer Komponisten weiter. (gn)

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