Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KLASSIK: Unnachahmliche Klangsprache

Die Lunchkonzerte mit Kammermusik, die das Luzerner Sinfonieorchester veranstaltet, finden in der nächsten Saison wieder im KKL statt, denn nur äussere Umstände machten den Wechsel in die Lukaskirche notwendig.
Die Lukaskirche beim Vögeligärtli ist Teil der reformierten Kirchgemeinde Luzern. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Lukaskirche beim Vögeligärtli ist Teil der reformierten Kirchgemeinde Luzern. (Bild: Dominik Wunderli)

Das Schumann-Quartett, das sein Début beim Lucerne Festival letztes Jahr in dieser Kirche hatte, spielte gestern gerne wieder dort. Und obwohl Programm und Besetzung geändert waren, gab es Musikgenuss auf höchstem Niveau. Man konnte nicht hören, dass der zweite Geiger des Quartetts, Ken Schumann, gar nicht da war: Alexander Sachs (Eliot Quartett)ersetzte ihn vollwertig. Mit einem Klang, der vor allem bei Arvo ­Päärt und Schubert betörte, spannten die vier Künstler einen weiten Bogen durch alle Finessen des Zusammenspiels.

Anstelle des «Sonnenaufgangs­quartetts»von Haydn spielten sie das Quartett op. 76/5 in D-Dur, das mit feinen Melodien vor allem dem Primgeiger Erik Schumann den Vortritt gab. In Arvo Pärts «Fratres» klangen die liegenden Töne der zweiten Violine subtil durch, ­während sich archaisch medi­tative Tonfolgen in erster Violine, Viola (Liisa Randalu) und Cello (Mark Schumann) aus fahlem Flageolett in dunkles Strömen wandelten.

Behutsam und verinnerlicht

In Franz Schuberts Rosa­munde-Quartett a-Moll ent­fal­tete das Schumann-Quartett seine persönliche, unnachahmliche Klangsprache besonders. Geheimnisvoll, behutsam und verinnerlicht waren die weichen Töne der ersten Geige eingebettet in den dunklen Klangteppich der anderen, und lichte Momente zwischen tiefgründigem Moll schienen sich in den Glasfenstern der Kirche zu spiegeln. Schlicht spielten sie das liebliche Rosamunde-Thema, aufsteigende Linien liessen sie ins Piano gleiten, und in heftigen Ausbrüchen neben tänzerischen Weisen charakterisierten sie die Zerrissenheit Schuberts meisterhaft. (gn.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.