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Klub der jungen Dichter:
Die Zauberkugel

Kim Sidler aus Hitzkirch erzählt im "Klub der jungen Dichter" vom inneren Konflikt zwischen Erfolg und Redlichkeit.
Kim Sidler

Nachts um halb vier schreckte ich hoch. Und mir wurde klar, dass ich tief im Schlamassel steckte. Ich stand auf und ging zu meinem Schreibtisch. Dann startete ich den PC und machte mich an die Arbeit. Bis um sechs Uhr arbeitete ich. Dann ging ich zur Schule.

Kim Sidler, Hitzkirch, 5. Primar.

Kim Sidler, Hitzkirch, 5. Primar.

Der Test, für den ich von halb vier bis sechs Uhr geübt hatte, lief schlecht. Aber daran war ich selbst schuld, denn ich war den ganzen Tag bei Piroschka und Many, meinen beiden Pferden. Nach der Schule lief ich zu Piroschka und Many. Ich ritt mit Piroschka in den Wald. Als ich bei der Waldlichtung ankam, liess ich Piroschka grasen. Plötzlich schimmerte ein türkises kleines, rundes, glattes Ding im Gebüsch. Da fand ich eine Kugel. Dann beschloss ich, die Kugel nach Hause zu nehmen. Irgendetwas war komisch an dieser Kugel. Nur fand ich nicht heraus, was. Einmal am Abend, als ich nicht schlafen konnte, nahm ich die Kugel aus der Schublade. Ich schaute sie lange an. Dann wusste ich plötzlich, was so komisch war. Auf der Kugel hatte es einen ganz winzigen Punkt. Der sah irgendwie speziell aus.

Als ich ihn berührte, wurde der Punkt ein grosses Loch – grösser als die Kugel selber. Als ich das Loch berührte, merkte ich, dass man hineinsteigen konnte. Ich kroch in das Loch hinein. Da drin konnte man einstellen, in welches Jahr, Woche, Tag, Stunde man zurück in die Vergangenheit reisen wollte. Auch den Rückflug konnte man einstellen. Mit Hilfe der Kugel verbesserte ich alle meine Prüfungen und hatte dann die besten Noten. Dann, als das Jahr vorbei war, hatte ich eine Sechs im Zeugnis.

Eigentlich hätte ich ja nicht eine Sechs. Es war aber auch ein bisschen unfair, denn ich hatte ja diese Zauberkugel. Ich zerbrach mir den ganzen Tag den Kopf wegen dieser Kugel. Viele fragten mich, warum ich so gute Noten hatte. Dann erfand ich immer Ausreden. Aber es war ja wirklich unfair. An einem Abend, als ich in meinem Zimmer war, sagte die Kugel, dass dies unfair war und dass ich sie zurückbringen musste.

Am nächsten Tag sattelte ich Many und ritt mit der Kugel zur Waldlichtung. Da stieg ich ab und liess Many grasen. Dann vergrub ich die Kugel unter der Erde und ritt dann wieder nach Hause. In der Schule war es zwar jetzt wieder strenger, aber ich hatte ein reines Gewissen.

Entscheidet mit, welche Geschichte den Spezialpreis gewinnt

Nicht weniger als 5123 Geschichten sind für den «Klub der jungen Dichter» 2018 eingegangen. Zur Auswahl standen das Thema «Feuer und Flamme» sowie ein Textanfang. Wir publizieren die Texte in der Print- sowie in der Onlineausgabe unserer Zeitung. Neu ist, dass ihr, liebe Leserinnen und Leser, mitvoten können. Wir vergeben nämlich einen Publikumspreis für den Text, der auf unserer Homepage am meisten angeklickt worden ist. Hat euch also ein Text gefallen, könnt ihr ihn auch etwa via Facebook weiterempfehlen und so die Klickzahlen noch erhöhen.

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