KOLUMNE «ÜBRIGENS»: Triumph der DKSJ-Allstars

Von «HSLU» bis «BDGBIBBBMinBFAnO» – es geht auch einfacher, meint Kulturredaktor Urs Mattenberger.

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Urs Mattenberger, Kulturredaktor der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Urs Mattenberger, Kulturredaktor der Luzerner Zeitung. (Bild: Archiv LZ)

Die Umbenennung der Musikhochschule Luzern zur Hochschule Luzern – Musik war nur der Anfang. Seither werden Namen von Institutionen immer komplizierter, wenn diese in grössere Verbände eingegliedert werden, wie eben die Musikhochschule Luzern in die Hochschule Luzern (HSLU).

Diesen Bürokratismus machte die Medienmitteilung zum Credit Suisse Young Artist Award bewusst, den die Saxofonistin Valentine Michaud erhielt. Juroren waren Direktoren, Departements- und Fachbereichsleiter der KMHS, der ZHdK, der HKB, HEMU und der FHNW. Die Abkürzungen entlarven den bürokratischen Wildwuchs in seiner knappsten Form. Und der lenkt davon ab, dass es sich immer um ein und dasselbe handelt: um Direktoren der Musikhochschulen von Zürich, Bern, Lausanne und Basel. Darunter könnte auch jener der Musikhochschule Luzern sein.

Wenn die Kooperationen immer weitergehen, dürften auch die Abkürzungen länger werden. Ein Trost: Nicht zu knacken sein dürfte das rekordverdächtige «BDGBIBBBMinBFAnO» (in Deutschland die Abkürzung für ein Bundesdisziplinargesetz ...).

Aber es reicht schon, dass Namen wie DKSJ-All-Star-Band ein Rätsel bleiben. Die HSLU-Homepage verrät, dass dies die Band der Direktorenkonferenz schweizerischer Jazzschulen ist. Also auch des Instituts für Jazz und Volksmusik der Hochschule Luzern – Musik. Oder, wie sie selber schreibt: der Jazzschule Luzern.

Urs Mattenberger
urs.mattenberger@luzernerzeitung.ch