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KONZERT: Luzerner Pianist überzeugte

Am Piano-Festival sind neben Klavier-Giganten wie Martha Argerich oder Evgeny Kissin junge Talente an den Debuts zu hören.

Die Jazz-Pianisten treten in Luzerner Hotels und Bars auf, und sozusagen auch «off-stage» gab ein Luzerner Pianist ein Konzert im Maihof. Joseph Sieber, der derzeit sein Masterstudium an der Musikhochschule Luzern absolviert und 2015 schon beim Lucerne Festival auftrat, spielte am Samstagabend Werke von Haydn und Schostakowitsch.

Begleitet wurde er vom Musizierkreis See aus Rapperswil, den der Luzerner Felix Schüeli leitet. Es sind Laien, die sich mutig an schwierige Kompositionen wagen. Dass da nicht alles intonationssicher war, dass sich in den leisen Passagen auch Unsicherheiten einschlichen, war sowohl bei Schostakowitschs Suite aus «The Gadfly» als auch in Haydns Sinfonie Nr. 4 D-Dur durchaus verständlich.

Mit feiner Anschlagskultur

Im Spiel mit dem Solisten aber vollzog sich eine Wandlung im Orchester. Joseph Siebers Sicherheit und sein starker musikalischer Ausdruck übertrugen sich auf die Streicher, sie begleiteten klangschön im Andante aus Schostakowitschs 2. Klavierkonzert. Träumerisch setzte Sieber die melancholische Melodie in den tiefen Streicherklang, mit feiner Anschlagskultur brachte er den Flügel zu weit ausschwingendem Singen.

In Haydns Klavierkonzert Nr. 11 D-Dur liess der Pianist das Vivace in glitzernden Läufen und klar artikulierten Arpeggien leuchten, dazu animierte Schüeli das Orchester zu aufmerksamem Spiel. Perlend setzte Sieber die Verzierungen im zweiten Satz, intensiv spannte er den gesanglichen Bogen, den er in der Kadenz improvisierend steigerte. Und mit spritziger Leichtigkeit und virtuoser Präzision gestaltete der junge Pianist das Rondo all’Ungarese, bevor das Konzert mit schmissigem Klaviersolo in «Volksfest» aus Schostakowitschs «The Gadfly» endete.

Gerda Neunhoeffer

kultur@luzernerzeitung.ch

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