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KOOPERATION: «Ein Luzerner Jedermann»: Freilichtspiel 2018 vor der Jesuitenkirche

Luzerner Theater und die Freilichtspiele Luzern spannen 2018 zusammen für eine Inszenierung auf dem Jesuitenplatz.
Christoph Risi vom Verein Freilichtspiele Luzern, Regisseur Thomas Schulte-Michels und Intendant Benedikt von Peter vor der Jesuitenkirche. (Bild: Ingo Höhn / Luzerner Theater)

Christoph Risi vom Verein Freilichtspiele Luzern, Regisseur Thomas Schulte-Michels und Intendant Benedikt von Peter vor der Jesuitenkirche. (Bild: Ingo Höhn / Luzerner Theater)

Im Sommer 2018 zeigen das Luzerner Theater und der Verein Freilichtspiele Luzern gemeinsam Hugo von Hofmannsthals «Jedermann» auf dem Luzerner Jesuitenplatz – in einer extra für Luzern geschriebenen Fassung mit Mundarteinsprengseln. Regie führt der in Basel lebende Regisseur Thomas Schulte-Michels. Rund 100 Darsteller werden sich an dem Vorhaben beteiligen, darunter auch ein Laienchor aus 60 bis 80 Personen.

Für das Projekt wird der Jesuitenplatz von Ende Mai bis Ende Juni 2018 nach der Box noch um ein weiteres bauliches Provisorium erweitert. Eine ins linke Reussufer hineinragende Tribüne mit rund 550 ungedeckten Sitzplätzen soll den Zuschauern freie Sicht auf die Jesuitenkirche ermöglichen. Während der Aufführungen wird der Jesuitenplatz gesperrt. Für das Vorhaben haben der Luzerner Intendant Benedikt von Peter sowie der Verein Luzerner Freilichtspiele bei Stadt und Kanton viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Luzern, ein «grosses Oberammergau»

An der gestrigen Medienkonferenz war man voll des Lobes ob der Zentralschweizer Laientheaterkultur. Bei den Recherchen vor seinem Stellenantritt habe er festgestellt, dass der Kanton Luzern ein «einziges grosses Oberammergau» sei, so der Intendant Benedikt von Peter in Anspielung auf die Oberammergauer Passionsspiele, die jeweils unzählige Laiendarsteller mobilisieren. Dank der Kontakte zum Regionalverband Zentralschweizer Volkstheater und der Zusammenarbeit mit den Freilichtspielen Luzern wird man auch hier auf einen grossen Pool erfahrener Laien zurückgreifen können.

Regisseur Schulte-Michels gab an der Medienkonferenz am Dienstag sehr persönliche Einblicke in sein Verhältnis zum Theaterstoff, in dem ein mit dem Tod konfrontierter Mann sich von all seinen Lastern befreit. «Die Frage, was vom Leben letztlich bleibt, beschäftigt mich schon lange», so der 72-Jährige. Spätestens seit viele seiner Theaterfreunde gestorben seien. Den «Luzerner Jedermann» wird er gegen die Tradition mit einem jungen Darsteller besetzen – «wenn ein junger Mensch vom Tod geholt wird, ist das viel erschreckender», so Schulte-Michels. Zur Besetzung der Hauptrolle wollte das Luzerner Theater noch keine Angaben machen.

Julia Stephan

julia.stephan@luzernerzeitung.ch


Hinweis: «Ein Luzerner Jedermann». 25. Mai 2018 bis Ende Juni 2018.

Die Bühne wird direkt vor der Jesuitenkirche aufgebaut. (Bild: PD)

Die Bühne wird direkt vor der Jesuitenkirche aufgebaut. (Bild: PD)

Während der Aufführung ist die Durchfahrt für Velofahrer und Fussgänger gesperrt. (Bild: PD)

Während der Aufführung ist die Durchfahrt für Velofahrer und Fussgänger gesperrt. (Bild: PD)

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