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KOPF DES TAGES: Berlinale: Schweizerin Luna Wedler wird Shooting Star

Die 18-jährige Schweizerin erhält im Februar an der Berlinale den Preis als «Shooting Star». Sie befindet sich damit in prominenter Gesellschaft.
Luna Wedler. (Bild: Andreas Rentz/Getty)

Luna Wedler. (Bild: Andreas Rentz/Getty)

Erstmals wurden ihre wallende dunkelblonde Mähne und ihr leicht trotziges, sommersprossiges Gesicht 2015 in Niklaus Hilbers Mobbing-Drama «Amateur Teens» einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Als grosssprecherische Sekundarschülerin Milena, die sich mit älteren Männern trifft und ihre Kolleginnen abkanzelt, weil sie nicht so draufgängerisch sind wie sie, sorgte sie damals schon für Furore.

Dabei war sie noch keine 15 gewesen, als sie beim Casting für den Film vorgesprochen hatte, und sie fühlte sich ziemlich unsicher, ob sie dieser Rolle gewachsen sei, die so gar nichts mit ihr selber zu tun hatte, wie sie in einem Interview verriet. Schon damals spielte sie an der Seite einer gleichaltrigen Schauspielerin, die bis dahin nur als Influencerin bekannt war: Zoe Pastelle Holthuizen. Mit ihr zusammen trägt sie nun einen Film, der am 13. Zurich Film Festival vom vergangenen Herbst in der Schweizer Filmlandschaft für so viel Aufsehen sorgte wie kein anderer: «Blue My Mind» von Lisa Brühlmann.

Als 15-jährige pubertierende Aussenseiterin Mia, die sich mit der – von Holthuizen gespielten – Anführerin einer Mädchengang erst streitet und schliesslich immer mehr anfreundet, verwandelt ihre Figur sich allmählich in eine Meerjungfrau, und Luna Wedler gibt hier schauspielerisch alles. Dieser grossartige Erstlingsfilm war es denn auch, der nun die Jury von «Shooting Star» überzeugte und die Wahl auf die 18-jährige Zürcherin fallen liess.

Die Auszeichnung «Shooting Star» existiert seit 1998; sie wird jeweils an der Berlinale an zehn junge, am Beginn ihrer Laufbahn stehende Filmschauspielerinnen und -schauspieler aus europäischen Ländern vergeben. Ausgerichtet wird der Preis vom Netzwerk europäischer Filmorganisationen, der European Film Promotion (EFP). Er soll die so Ausgezeichneten beim Publikum und bei Produzenten bekannter machen und damit ihre Karriere befördern. Hauptinitiant von «Shooting Star» ist das Media-Programm der EU, das der Förderung des europäischen Filmschaffens dient – und aus dem die Schweiz nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative im Februar 2014 kurzfristig ausgeschlossen wurde. Nachdem die Schweiz in jenem Jahr mit keinem «Shooting Star» an der Berlinale vertreten war, hat sie sich 2015 mit Sven Schelker und 2016 mit Kacey Mottet Klein wieder ihren Platz an dieser prestigeträchtigen Veranstaltung gesichert.

Mit Luna Wedler beweist sie nun einmal mehr ihre Stärke mit sehr jungen, soeben volljährig gewordenen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Schauspielfach. Zusammen mit Joel Basman (2008), Max Hubacher (2012) und Kacey Mottet Klein ist Luna Wedler bereits die vierte Person aus der Schweiz, die mit gerade einmal 18 Jahren den Titel «Shooting Star» erhält. In der Vergangenheit hatten ihn aus unserem Land auch schon altersmässig fortgeschrittenere Vertreterinnen und Vertreter erhalten wie etwa Carlos Leal (2006), Mona Petri (2003) oder Martin Rapold (2000) – und auf europäischer Ebene hatten einst Leute wie Daniel Craig (2000), Moritz Bleibtreu (1999), Alicia Vikander (2011) oder Adèle Haenel (2012) ihre Karriere mit einer «Shooting Star»-Auszeichnung begonnen.

Geri Krebs

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