Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KRIENS: Künstlerische Antwort auf Bilderflut

Ein Haus voller Zeichnungen: Der Künstler Alex Hanimann (60) zeigt eine Auswahl von Arbeiten auf Papier im Bellpark-Museum in Kriens.
Frauenkopf gezeichnet von Alex Hanimann. (Bild: PD)

Frauenkopf gezeichnet von Alex Hanimann. (Bild: PD)

Was Kunstausstellungen anbelangt, bewegt sich das Museum im Bellpark in Kriens oft jenseits des regionalen Kunsthorizontes. Während andere Galerien und Kunsträume mit Erfolg dem einheimischen Kunstschaffen viel Platz einräumen, präsentiert das Museum Künstler und Künstlerinnen von arrivierter nationaler Reputation, deren Werke in der Zentralschweiz allerdings jedoch meist etwas weniger bekannt sind.

Engagiertes Programm

Hilar Stadler, der Leiter des Museums, ermöglicht mit seinem engagierten Programm den Besuchern überraschende Entdeckungen und öfter auch herausfordernde Begegnungen mit spannenden Werken, die sonst in unserer Region ungesehen geblieben wären.

So öffnete er im vergangenen Jahr sein Haus für eine umfassende Ausstellung mit Lutz & Guggisberg, deren Installationen das Museum schier aus den Fugen geraten liess. Und Ende letzten Jahres hat Kaspar Müller mit seiner Installation «Frankfurt Freakout» das Museum sogar temporär neu möb­liert.

Für die aktuelle Ausstellung hat Hilar Stadler den vielseitigen Künstler Alex Hanimann eingeladen. Der sechzigjährige St. Galler ist seit 1981 freischaffender Künstler, Mitbegründer der Kunsthalle St. Gallen, seit 2003 Dozent an der Zürcher Kunsthochschule und war von 1997 bis 2004 Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission. Hanimanns künstlerische Produktion umfasst Zeichnung, Malerei, Objekt- und Wortkunst sowie Druckgrafik.

Ordnung im Chaos

In Kriens zeigt er eine umfassende Auswahl von Zeichnungen zu verschiedenen aktuellen Themenbereichen. In seinem zeichnerischen Schaffen verarbeitet der Künstler die mediale Bilderflut, die unseren Alltag so sehr prägt. Die Zeichnungen sind mehr als blosse Dokumentation, es sind oft ironische Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und Phänomenen. Es ist auch der letztlich zum Scheitern verurteilte Versuch, eine Ordnung in die unaufhaltsame chaotische Bilderwelt zu bringen.

Kurt Beck

Hinweis

Museum im Bellpark, Luzernerstrasse 21, Kriens. Mi–Sa 14–17, So 11–17 Uhr. Bis 10. Juli.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.