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KRIMI: Mit Liebe im Herzen gegen das Böse

In den Neunzigern waren sie Ikonen des harten Thrillers: Kenzie & Gennaro, die furchtlosen und cleveren Bostoner Detektive. Diogenes bringt die Reihe von US-Autor Dennis Lehane nun in neuer Übersetzung heraus.
Bild: Maria Schmid

Bild: Maria Schmid

Liebe, Trennung, Liebe, Trennung. Die Beziehung von Patrick Kenzie und Angela Gennaro gleicht einer Achterbahn. Sie vergöttern sich seit Kindertagen – und heiraten dennoch andere. Im Job allerdings kann sich das Ermittlerduo immer auf den gegenseitigen Feuerschutz verlassen.

Das muss so sein, denn ihr Schöpfer Dennis Lehane (52) hat mordsgefährliche Einsätze gegen einige der brutalsten Gestalten der Kriminalliteratur ersonnen. Beim Diogenes-Verlag erlebt das Duo nun ein Revival dank Neuübersetzungen, die «Lehanes Ton näherkommen» sollen.

Auch Autor von grossen Kinofilmen

Mit den Privatdetektiven hatte Lehane zwischen 1994 und 1999 in fünf Bänden den Grundstein für seinen Welterfolg als Autor knallharter Thriller gelegt, die es literarisch mit grossen Romanen aufnehmen können. 2010 folgte ein sechster Band als Nachzügler.

In der Zwischenzeit widmete er sich Projekten, mit denen er rasch auch als Hollywood-Autor Ruhm erlangte – darunter «Mystic River» (Regie: Clint Eastwood) und «Shutter Island» (Martin Scorsese). Und als Ben Affleck nach einem Stoff für seine erste Regiearbeit suchte, entschied er sich für den vierten Fall von Kenzie & Gennaro, «Gone, Baby, Gone». Affleck bekam Preise. Und Lehane-Leser eine Vorstellung, wie Kenzie & Gennaro aussehen könnten: wie Casey Affleck und Michelle Monaghan.

Diogenes startete die neue Reihe, die im Jahresrhythmus vervollständigt werden soll, 2016 mit «Ein letzter Drink». In Band zwei, der mit dem Titel «Dunkelheit, nimm meine Hand» erscheint, sind die Ermittler mit sadistischen Morden konfrontiert.

Da findet Kenzie auch schon mal zwei Augen eines Mordopfers in seinem Küchenschrank. Kleiner Gruss vom Serienmörder, dem sie erst auf die Schliche kommen, nachdem sie ein furcht­bares Geheimnis über Kenzies gewalttätigen Vater entdecken.

Lehanes kühl-sachliche Schilderungen des Mordens verstärken das Schaudern. Sein Gegengift sind die beiden menschelnden Detektive mit ihrem Einsatz für das Gute, ihrer tiefen Liebe und ihren lockeren Sprüchen. «Machst du dir mal wieder Sorgen um mich, Kenzie?», «Ich taxiere dich nur, Gennaro, das ist rein sexistisch, weiter nichts.»

Thomas Burmeister (DPA)

kultur@luzernerzeitung.ch

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