Die unheimliche Kunst des Luzerners Hans Schärer

Die Galerie Mueller in Basel zeigt ab Donnerstag, 7. Februar, Werke des 1997 verstorbenen Malers.

Hören
Drucken
Teilen
Grusel mit popkultureller Ironie: das Gemälde «Eigenthal» (1988, Aquarell, Tusche und Collage auf Papier).

Grusel mit popkultureller Ironie: das Gemälde «Eigenthal» (1988, Aquarell, Tusche und Collage auf Papier). 

Bild: Erben Werk Hans Schärer

Es sind Bilder, die nicht zuletzt auch zur Fasnachtszeit passen. Die Ausstellung «Hans Schärer. Pandämonium der Masken» in der Galerie Mueller in Basel zeigt den 1925 geborenen Luzerner mit besonderem Fokus auf seine späten Werke.

In der posthumen Rückschau auf den Maler galt das Hauptinteresse oft zwei Werkreihen: den Madonnen und seinen Erotischen Aquarellen. Dieser «Schubladisierung» will die Ausstellung entgegenwirken, indem sie gezielt die Werke aus den 1980er- und 1990er-Jahren zeigt. Der Begriff Pandämonium ist einem Aufsatz des Luzerner Journalisten und Schärer-Kenners Niklaus Oberholzer entnommen. Der ehemalige Kulturchef dieser Zeitung schrieb damals: «Manches ist eigentliches Pandämonium, mit gut innerschweizerischem fasnächtlichem Spuk, aber ohne Heiterkeit: ein Pandämonium.» Tatsächlich wirken die Bilder erschreckend, doch haben sie zugleich oft auch Humor und ironische Doppelbödigkeit. (are)

Die Ausstellung in der Galerie Mueller (Rebgasse 46, Basel) läuft bis zum 11. April. Öffnungszeiten: www.galeriemueller.com

«Ausgelachter Tod» (1994, Öl auf Leinwand).

«Ausgelachter Tod» (1994, Öl auf Leinwand).

Bild: Erben Werk Hans Schärer