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KUNST: Die Luzerner Galerie K25 macht einen Neustart

Ein Künstlerteam leitet ab Januar die Galerie K25. Die letzte Ausstellung vor dem Wechsel zeigt neue Malereien von Beat Bracher.
Brennende Scheune: Filmszene von Beat Bracher in ausdrucksstarke Malerei umgesetzt. (Bild: PD)

Brennende Scheune: Filmszene von Beat Bracher in ausdrucksstarke Malerei umgesetzt. (Bild: PD)

Nach kaum zwei Jahren Betriebszeit steht die Luzerner Galerie K25 vor einem Neustart. Galerist und Künstler Beat Bracher war gezwungen, ein neues Betriebskonzept auf die Beine zu stellen, weil der bisherige Betrieb nicht mehr zu schaffen war.

«Bereichernde Erfahrung»

Grund dafür war nicht die künstlerische Ausrichtung, sondern das Geld. Die Kosten für den Galerieraum überstiegen die Einkünfte bei weitem. Beat Bracher stand vor der Wahl, den Laden dichtzumachen oder eine neue Trägerschaft zu finden. «Wenn ich keine neuen Partner gefunden hätte, hätte ich die Galerie geschlossen, obwohl die beiden Jahre für mich insgesamt eine tolle und bereichernde Erfahrung waren», erklärt er.

Nun ist er also fündig geworden: Ein siebenköpfiges Künstlerteam wird ab Januar 2016 die in Ausstellungsraum K25 umbenannte Galerie betreiben. Zum neuen Leitungsteam gehören neben dem bisherigen Leiter Beat Bracher Katrin Keller, Katja Langeland, Tatjana Marusic, Charles Moser, Stefan Wittmer und Achim Schroeteler. Die Erweiterung des Teams wird sich auch auf das Ausstellungsprogramm auswirken.

Künstlerischer Schlusspunkt

«Es wird von den Ideen und Netzwerken der Mitglieder geprägt sein, die sich gegenseitig in der Kuratorarbeit unterstützen», erklärt Beat Bracher, der sich davon eine Öffnung des Programms und eine Neusetzung der künstlerischen Positionen verspricht.

Neu soll der Ausstellungsraum K25 auch als Veranstaltungsort für Lesungen, Konzerte, Performances und andere Aktionen genutzt werden. Das neue Arrangement ist erst für ein Jahr angelegt. Danach soll das ganze Projekt überprüft werden.

Noch ist es nicht so weit. Zurzeit findet die letzte Ausstellung unter altem Regime in der Galerie statt. «Superworld» ist der Titel der Ausstellung, in der Beat Bracher eine Auswahl seines aktuellen Schaffens präsentiert. Erneut zeigt sich der 61-jährige Künstler als unerschrockener Maler. Kräftige, intensive Farben, eine expressive Bildsprache und spannungsvolle Kontraste prägen seine Bilder.

Western als Vorbilder

Mehr als zwanzig Bilder und zwölf Zeichnungen, Arbeiten, die alle in diesem Jahr entstanden sind, machen deutlich, dass Beat Bracher nach seiner mehrjährigen Malpause, einen neuen kreativen und produktiven Schub erfährt. Der Titel «Superworld» ist so zu verstehen, dass es sozusagen Über-­Bilder sind, Bilder, denen andere Bilder zu Grunde liegen. Werke wie «Brand», «Feuerchen» oder «True Grit» sind malerisch umgesetzte Filmstills aus Westernfilmen – einer grossen Passion des Künstlers.

Dem Bild «HH» diente eine Fotografie von Ferdinand Hodler als Vorbild. Doch Beat Brachers freie Umsetzungen sind keine Nachbilder, sondern funktionieren als eigenständige und spannende Gemälde.

Kurt Beck

Hinweis

Galerie K25, Kellerstrasse 25, Luzern. Do/Fr 16 bis 19 Uhr, Sa 14 bis 17 Uhr. Bis 19. Dezember.

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