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Kunstmuseum Luzern: Der Kauf des Turner-Bildes rückt näher

Gute Nachrichten vom Kunstmuseum: Die Eidgenössische Kommission der Gottfried Keller-Stiftung hat die Hälfte des Ankaufspreises für das 875'000 Franken teure Turner-Aquarell gesprochen, das bald dem Luzerner Museum gehören soll. Nach weiterer Unterstützung wird gesucht.
Susanne Holz
The Rigi, Lake Lucerne, Sunset: Das Aquarell von J.M.W. Turner (1842/43) ist zurzeit im Kunstmuseum Luzern zu sehen. (Bild: Lowell Libson&Jonny Yarker Ltd)

The Rigi, Lake Lucerne, Sunset: Das Aquarell von J.M.W. Turner (1842/43) ist zurzeit im Kunstmuseum Luzern zu sehen. (Bild: Lowell Libson&Jonny Yarker Ltd)

In einer Medienmitteilung gibt das Kunstmuseum Luzern bekannt, dass der Erwerb des Aquarells «The Rigi, Lake Lucerne, Sunset», gemalt von Joseph Mallord William Turner in den Jahren 1842 und 1843, zum Greifen nah sei. Dies, weil die Eidgenössische Kommission der Gottfried Keller-Stiftung mit einem Betrag von 400'000 Euro die Hälfte des Ankaufspreises gesprochen habe. Das Bild kostet insgesamt also 800'000 Euro, was 875'000 Franken entspricht.

«Nach Abzug der weiteren Zusagen der öffentlichen Hand und von privaten Gönnern sowie dem Engagement des Kunstmuseums Luzern selbst, sind noch 180'000 Franken offen.» Das Kunstmuseum Luzern fügt an, nach weiterer Unterstützung zu suchen, um das ins Auge gefasste Kunstwerk für die eigene Sammlung und damit auch für die Region Zentralschweiz zu sichern.

Für das Museum sind «Turners funkelnde, atmosphärische Studien des Vierwaldstättersees und der Rigi zu verschiedenen Tageszeiten Meisterwerke im Medium Aquarell». Das Bild «The Rigi, Lake Lucerne, Sunset» zeige den markanten Berg in schimmernden Farbtönen bei Sonnenuntergang. Hier bilde Turner das geschäftige Leben am Ufer ab: Ein Hirte wartet mit seinem Vieh neben Lastkähnen und beladenen Karren darauf, den See mit dem Schiff zu überqueren. Dahinter ist die Hofbrücke zu sehen, die sich im Abbruch befindet. Damit illustriere das Bild auch einen wichtigen Moment in der Entwicklung der Stadt: «Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Turner Luzern besucht, entwickelt sie sich rasant und wendet sich dem See zu. Das Ufer wird aufgeschüttet, um eine Seepromenade und mondäne Hotels zu schaffen. Eines der ersten ist das Hotel Schwanen, in dem Turner ab 1841 absteigt.»

Ausstellung wird nicht verlängert

Dass dieses Aquarell ideal in die Sammlung des Kunstmuseums Luzern passt, hat wohl auch die Eidgenössische Kommission der Gottfried Keller-Stiftung (GKS) so gesehen. Sie kauft für die Eidgenossenschaft bedeutende Werke an und deponiert sie als Dauerleihgaben in Schweizer Museen.

Trotz der immens hohen Besucherzahlen – am 25. September wurde die 50'000 Besucherin begrüsst – wird die Ausstellung nicht über den 13. Oktober hinaus verlängert. Hierzu sagt Eveline Suter, zuständig für Kommunikation und Projekte beim Kunstmuseum Luzern: «Eine Verlängerung ist leider ausgeschlossen, weil die Werke der Tate Gallery nach Münster in die nächste Ausstellung weiterreisen müssen.»

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