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Klub der jungen Dichter:
Glück im Unglück

Leonie Arnold aus Uffikon erzählt in ihrer Geschichte, wie ein Mädchen wegen eines Brandes mit einem Weltstar in Kontakt kommt.
Leonie Arnold

«Hallo liebes Tagebuch. Wie jeden Tag dachte ich an das Festival, denn meine Lieblingssängerin war dieses Mal auch dort. Ich ging mit meiner besten Freundin Kim, die genau den gleichen Knall hat wie ich, auf das Festival. Plötzlich klingelte das Telefon. Ich wusste sofort, wer es war. Ich nahm natürlich schnell ab und schrie ins Telefon: ‹Hi Kim, freust du dich auch so auf morgen, denn es ist das Festival!› Kim antwortet schreiend: ‹Hi, Elina! Na klar, ich freue mich riesig!› Wir zwei mussten noch alles besprechen und abmachen, aber nach einer Stunde legte ich auf und ging früh schlafen, denn am nächsten Morgen war der grosse Tag.

Leonie Arnold, Uffikon, 6. Primar

Leonie Arnold, Uffikon, 6. Primar

Heute hatte der Wecker um sieben Uhr geklingelt. Ich war noch nie so schnell aufgestanden. Ich machte mich ready für das Festival und fuhr mit dem Velo zu Kim. Kim sah so richtig aus wie ein Festivalgirl. Sie sagte mit freudiger Stimme: ‹LOS GEHT’S!› Wir sassen ins Auto und von nun an gab es kein Zurück.

Als wir auf dem Festivalgelände waren, hörten wir auch schon die erste Band. Wir rannten zu dem Eingang und zeigten unsere Tickets. Man hatte schnell gemerkt, dass es auch heute wieder ein brütend heisser Tag werden würde. Schon längere Zeit war alles ausgetrocknet. Kim schubste mich und sagte zu mir: ‹Schau, Ariana Grande.» Sie ist meine absolute Lieblingssängerin. Ich bin Feuer und Flamme für Ariana Grande. Ich merkte, wie mir eine Träne die Wange hinunterlief. Sie machte eine riesige Feuershow, obwohl wegen der langen Trockenzeit und Hitze ein Feuerverbot herrschte. Das fand ich so cool von ihr, dass sie das trotzdem machte.

Doch etwas ging total schief. Ich weiss nicht mehr alles, denn es ging alles so schnell. Ich vermute, es war ein Funke in das trockene Gras übergesprungen, und alles ging in Flammen auf. Die Leute stürmten chaotisch umher und schubsten mich. Das Letzte, an das ich mich erinnern kann, ist, dass ich im Backstage-Bereich aufwachte und Schritte hörte. Ich weiss noch, dass ich so hoffte, dass ich Ariana Grande treffe. Doch das konnte ich mir ja gleich denken, dass es nur die Leute der Ambulanz waren. Wie konnte ich mir das nur denken mit meinem Unglück an diesem Tag.

Also, diese Leute nahmen mich mit ins Spital und hier lag ich mit einer Kopfverletzung und einigen Prellungen. Kim kam mich heute auch schon besuchen. Nach dem Besuch ging es mir viel besser.»

Ich will mein Tagebuch schliessen, doch dann kommt meine Ärztin und berichtet mir: ‹Hi Elina, schalte sofort den Fernseher an.› Ich gehorche und schalte den Fernseher an. Ich sehe das Festival, auf dem wir waren und wie plötzlich alles in Flammen stand. Ich sehe mich selber am Boden liegen.

Plötzlich erscheint noch eine zweite Person. Sie hat lange Haare. Ein Gedanke geht mir durch den Kopf, doch der ist schnell wieder Weg, denn ich weiss, dass meine Gedanken nur falsch sein können. So viel Pech, wie ich immer habe, kann es definitiv nicht Ariana Grande sein. Die Ärztin schaltet den Fernseher aus und sagt zu mir: ‹Glückwunsch, du bist im Fernsehen und Ariana Grande hat dich gerettet.› Ich denke, ich habe sie falsch verstanden, deshalb frage ich sie lieber noch mal. Sie nickt nur.

Ich schreie vor Freude und denke mir nur so: ‹Kim wird so neidisch sein!› Ich muss mich von dem Schock erholen, deshalb schaue ich meine Festivalfotos an. Ich habe nicht so viele gemacht wegen des Brandes. Doch auf einem sehe ich ziemlich kaputt aus und vermute, dass ich da im Backstage-Bereich war. Eine fremde Person ist ebenfalls drauf. Ich schaue mir das Foto genauer an: Es ist ARIANA GRANDE! Ich hatte noch nie so viel Glück wie an diesem Tag.»

Entscheidet mit, wer den Spezialpreis gewinnt

Nicht weniger als 5123 Geschichten sind für den «Klub der jungen Dichter» 2018 eingegangen. Zur Auswahl standen das Thema «Feuer und Flamme» sowie ein Textanfang. Wir publizieren die Texte in der Print- sowie in der Onlineausgabe unserer Zeitung. Neu ist, dass ihr, liebe Leserinnen und Leser, mitvoten können. Wir vergeben nämlich einen Publikumspreis für den Text, der auf unserer Homepage am meisten angeklickt worden ist. Hat euch also ein Text gefallen, könnt ihr ihn auch etwa via Facebook weiterempfehlen und so die Klickzahlen noch erhöhen.

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