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Letzte Ausgabe des Piano Festivals in Luzern

Zum letzten Mal widmet Lucerne Festival den 88 weissen und schwarzen Klaviertasten ein eigenes Festival: Die Abschiedsausgabe des Piano Festivals vom 16. bis 24. November wird ein Vorspiel zum Beethoven-Jahr 2020 sein.
Das Piano Festival findet zum letzten Mal statt. Hier ein Bild eines Konzerts vom letzten Jahr. (Bild: Priska Ketterer/Lucerne Festival, Luzern, 20. November 2018)

Das Piano Festival findet zum letzten Mal statt. Hier ein Bild eines Konzerts vom letzten Jahr. (Bild: Priska Ketterer/Lucerne Festival, Luzern, 20. November 2018)

(sda) Lucerne Festival hatte im Mai bekannt gegeben, dass es sich stärker auf den grossen Sommeranlass mit jeweils über hundert Konzerten konzentrieren wolle und die kleinen Festivals, das Oster- und das Piano Festival, aufgebe. Das Klavier werde bei Lucerne Festival auch künftig eine Hauptrolle spielen, verspricht Intendant Michael Haefliger.

Neu wird es im Frühling und Herbst jeweils ein Konzert-Wochenende geben. Mit diesen solle die Identität und Exklusivität des Lucerne Festivals gestärkt werden. Bekannt ist das Programm für das erste Wochenende vom April 2020: es ist dem griechischen Dirigenten Teodor Currentzis und seinem Orchester Music Aeterna gewidmet.

Jazziges von Anfang an dabei

Das Piano-Festival gibt es seit 1998. Es war vom damaligen Intendanten Mathias Bamert geschaffen worden, um die Auslastung im noch neuen KKL Luzern zu stärken. Zu hören waren in der ersten Ausgabe etwa Klassik-Stars wie Alfred Brendel und Murray Perahia sowie, in einem Late-Night-Konzert, Jazzpianist Michel Petrucciani.

Seit 2003 ist der Piano-Jazz fester Bestandteil des Piano Festivals, wenn auch nicht im KKL Luzern. Unter dem Titel «Piano Off-Stage» musizieren jeweils, bei freiem Eintritt, an mehreren Abenden Barpianisten in Luzerner Hotels. Dieses «Jazz-Festival» fehlt auch in der letzten Festivalausgabe nicht. Eingeladen sind acht Pianisten aus den USA, Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland, die vom 19. bis 24. November über 40 Konzerte geben.

2020 feiert die Musikwelt den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Lucerne Festival liess sich für das nächste Sommerfestival von Beethoven inspirieren, dessen Musik für Lebensmut und Sinnstiftung stehe, und stellte dieses unter das Motto «Freude».

Alle Beethoven-Klavierkonzerte

Das ausklingende Piano-Festival ist als Vorspiel zum Beethoven-Jahr gestaltet. Fünf Festivalabende sind der Klaviermusik des deutschen Pianisten gewidmet, der seine Karriere als Klaviervirtuose begonnen hatte. Verteilt auf die ersten beiden Abende, spielt Rudolf Buchbinder mit den Festival Strings Lucerne alle fünf Klavierkonzerte von Beethoven.

Igor Levit setzt zum Festivalende an zwei Abenden seinen Zyklus mit Beethoven-Sonaten fort, den er im Sommerfestival 2019 gestartet hat. Insgesamt wird er am Piano-Festival neun Sonaten spielen. Auch Evgeny Kissin hat für sein Rezital in Luzern ein Beethoven-Programm zusammengestellt.

Mitsuko Uchida und Arcadi Volodos widmen ihre Solokonzerte Komponisten der Romantik. Uchida spielt drei Klaviersonaten von Franz Schubert, Volodos interpretiert Werke von Franz Liszt und Robert Schumann. Der russische Virtuose wird zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder in Luzern spielen.

Debutanten und Anfänger

Sein Luzerner Debut geben wird Víkingur Ólafsson. Der isländische Pianist kombiniert in seinem Solo-Konzert Beethoven mit Johann Sebastian Bach. Für seine Bach-Interpretationen ist der 35-Jährige auch schon als «Islands Glenn Gould» bezeichnet worden.

In Mittagskonzerten in der Lukaskirche können im Rahmen der «Debut»-Reihe Claire Huangci, Danae Dörken und Alexander Ullmann ihre Talente unter Beweis stellen. Und auch ganz Junge werden in Luzern (in Zusammenarbeit mit dem Kinderkulturfestival «Kultissimo») gefördert: Igor Levit und seine Jazz-Kollegen Chris Conz und Bernd Lhotzky führen für Kinder ab sieben Jahre Klavier-Workshops durch. Für sehr Fortgeschrittene steht ein Meisterkurs mit dem britischen Pianisten Peter Hill auf dem Programm.

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