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Lucerne Blues Festival findet statt – in kleinerem Rahmen

2020 fiel sie der Pandemie zum Opfer, nun soll im Herbst die 26. Ausgabe des Luzerner Blues Festivals mit reduziertem Programm steigen.

Stefan Welzel
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Vor zwei Jahren (hier im Bild) präsentierte Martin Bründler, Präsident des Lucerne Blues Festival, zum letzten Mal «sein» Festival - nun freut er sich auf die nächste, wenn auch etwas abgespeckte Ausgabe.

Vor zwei Jahren (hier im Bild) präsentierte Martin Bründler, Präsident des Lucerne Blues Festival, zum letzten Mal «sein» Festival - nun freut er sich auf die nächste, wenn auch etwas abgespeckte Ausgabe.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 5. November 2019)

Gute Nachrichten für Zentralschweizer Blues-Fans: Sie kommen vom 11. bis 13. November wieder in den Genuss, US-amerikanische Grössen des Genres in Luzern live auf der Bühne zu sehen. Wie die Verantwortlichen des Lucerne Blues Festival bekanntgeben, findet die 26. Ausgabe statt.

Der Wermutstropfen: Anders als in pandemielosen Zeiten wird der Anlass in kleinerem Rahmen, mit weniger Bands und Publikum, veranstaltet. Auf Rahmenaktivitäten wie die Blues-Brunches, das Gratis-Eröffnungskonzert oder das Bespielen der Casineum-Bühne werde verzichtet, wie es in einer entsprechenden Medienmitteilung heisst. Hingegen werde der Unterrichtsbesuch durch die Musiker in der Kantonsschule Reussbühl im Rahmen von «Blues at School» durchgeführt.

Vier bis fünf Bands anstatt 14 oder 15

«Im Normalfall haben wir rund 14, 15 Acts im Programm, nun beschränken wir uns an den drei Abenden auf insgesamt vier bis fünf Bands», so Martin Bründler, Präsident des Trägervereins, gegenüber unserer Zeitung. Man möchte den eigenen Qualitätsansprüchen treu bleiben und setzt vorwiegend auf Musiker aus den USA. Diese müssen selbstredend eingeflogen werden. Und auch wenn Bründler von Fans und Bekannten dank der aktuellen Lockerungen immer wieder darauf angesprochen wird, dass man nun doch wieder vollwertig planen könne, muss er die Erwartungen etwas dämpfen. «Wir müssen mit einem Konzept arbeiten, das für uns wirtschaftlich auch dann tragbar ist, falls es zu kurzfristigen Einschränkungen oder gar zu einer erneuten Verschiebung kommen müsste», so Bründler. Entscheidend sei dabei der weitere Verlauf der Pandemie, in Bezug dazu die internationalen Reisevorschriften. Vieles hänge dabei auch von den Bedingungen im Flugverkehr und den entsprechenden Versicherungsmöglichkeiten ab, wie Bründler betont.

Es ist für zahlreiche Kulturveranstalter nach wie vor eine schwierige Situation. Die meisten müssen so planen, dass man im Worst-Case-Szenario den Stecker ziehen kann, ohne den finanziellen Totalschaden zu erleiden. Bründler dazu:

«Wenn wir gezwungen sind, kurzfristig abzusagen, dann sollten wir wenigstens unsere ganzen Vorlaufkosten tragen können.»

Und wenn das genaue Gegenteil geschieht und sich die Situation im Herbst entspannt präsentiert? «Dann gibt es Überlegungen, das Programm um den einen oder anderen europäischen Act zu vergrössern. Auch könnten wir dann etwas mehr Leute zu den Konzerten einlassen», sagt Bründler.

Konzerte in Club-Atmosphäre

Doch der gewohnte Rahmen werde es nicht sein. Das Publikum kann die Konzerte sitzend mitverfolgen, die Anzahl Gäste wird stark limitiert sein, damit der Mindestabstand eingehalten werden könne, so die Veranstalter. «Wir wollen während des Festivals für die gesundheitliche Sicherheit aller Musikerinnen und Musiker sowie Besucherinnen und Besucher so weit wie möglich garantieren können», so Bründler. Dennoch sollen die Gäste die Konzerte in Club-Atmosphäre ohne Maske geniessen können.

Weitere gute Neuigkeiten kann Bründler bezüglich Ticketpreisen verkünden: «Sie bleiben auf dem Stand der letzten Jahre. Letztlich werden wir zwar mit einem kleinen Verlust abschliessen, den können wir aber aufgrund eines finanziellen Polsters, das wir in den vergangenen Jahren erwirtschaftet haben, verkraften.»

Weitere Infos zum Programm, Ablauf, Vorverkauf und Anzahl Tickets folgen Ende August. www.bluesfestival.ch