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LUCERNE FESTIVAL: Festival will Treffpunkt vor KKL

Ein Festivalzentrum auf dem Europaplatz? Das KKL prüft mit Lucerne Festival die Idee eines Pavillons, der Platz bietet für Lounge und Begegnungen.
Urs Mattenberger
Das KKL soll für Begegnungen rund ums Lucerne Festival mit einem Pavillon ergänzt werden. (Bild: Eveline Beerkircher)

Das KKL soll für Begegnungen rund ums Lucerne Festival mit einem Pavillon ergänzt werden. (Bild: Eveline Beerkircher)

Heute Abend startet die Reihe der Lucerne Festival Lounge im Bourbaki, die hier jeden Freitag während des Festivals Klassik und Clubmusik zusammenbringt. Den Anfang macht das Mivos Quartet mit Sam Pluta (Electronics), der Beginn ist auf 22 Uhr angesetzt, damit auch Konzertbesucher nach dem Konzert im KKL ins Bourbaki wechseln könnten.

Vom Bourbaki ins KKL

Ein Wechsel vom KKL ins Bourbaki – ist das realistisch, oder müsste eine solche Festival-Lounge nicht im KKL selber stattfinden? Festival-Intendant Michael Haefliger relativiert zunächst: «Das ist nur eine Idee dahinter. Wir haben für diese Klassik-Club-Lounge bewusst einen Aussenstandort gewählt, an dem ein jüngeres und kulturinteressiertes Publikum verkehrt, das wir gerne ansprechen möchten. Das Bourbaki, wo Kinos und die Kunsthalle untergebracht sind, ist dafür ideal. Im KKL Luzern hätten wir auch gar nicht den Platz, um eine solche Lounge einzurichten.»

Was allerdings auch da alles möglich ist, zeigt alljährlich die Eröffnungsveranstaltung des Piano-Offstages. Bei dieser ist jeweils das Publikum auch auf Sofas und an Stehtischchen gemütlich um die auftretenden Pianisten versammelt. Also doch ein Vorbild für ein Lounge-Setting im Sommer? «Nein, denn dafür öffnen wir am Piano-Festival jeweils den Luzerner Saal hin zum Hauptfoyer», sagt Haefliger. «Das ist im Sommer dauerhaft undenkbar, weil wir da den Luzerner Saal intensiv als Konzert- und Probensaal nutzen.» Und fügt hinzu: «Wir diskutieren deshalb die Idee, künftig in KKL-Nähe ein separates Festivalzentrum einzurichten, das auch als Lounge genutzt werden könnte.»

Platz für viele Ideen

Wie dieses Festivalzentrum aussehen könnte, dazu kann Haefliger im Moment zwar noch nichts Konkretes sagen: «Entsprechende Gespräche mit dem KKL, mit dem wir dies gemeinsam entwickeln möchten, stehen erst am Anfang. Eine Realisierung wäre sicher erst ab 2015 möglich.» Fest steht allerdings, dass das Zentrum in einer Art Pavillon untergebracht würde, der jeweils für diesen Zweck aufgestellt würde. Die Details hängen auch von der noch nicht abgeklärten Finanzierung ab – allenfalls durch Sponsoren. Ideen dafür, was in diesem Festivalzentrum stattfinden könnte, hat Haefliger allerdings bereits viele. «Zum Beispiel eben eine Lounge am Abend, wo Konzertbesucher zusammenkommen und den Künstler noch einmal in anderer Form erleben können – etwa bei einem kurzen Auftritt», bekräftigt er die Lounge-Idee.

«Aber das Festivalzentrum wäre ein flexibel eingerichteter Ort, wo tagsüber Informationen und ein Festival-Shop angeboten werden und Besucher und Passanten immer frei ein und aus gehen können. Damit wäre es eine Plattform, wo Interessenten, Einheimische, aber auch Touristen mit dem Festival in Kontakt kommen können. Das fehlt uns heute.»

Zentraler Bau statt Essstände

Das KKL Luzern also trägt die «grundlegend gute Idee» aktiv mit: «Wir begrüssen es, wenn der Europaplatz während der Festivals in unserem Haus belebt wird», erklärt Geschäftsführer Hans E. Koch dazu.

Denkt er dabei an das Zeltdorf während des Blue Balls, das eine solche Belebung exemplarisch einlöst? «Der Sinn eines solchen Festivalzentrums ist aus meiner Sicht nicht in erster Linie die Betreibung von Verpflegungsständen», verneint Koch. «Vielmehr sehe ich eine Austauschplattform zwischen dem Festival, dem Publikum und den Künstlern. Dafür braucht es eine kompakte Lösung.»

Die Anbindung ans KKL ist auch dadurch gegeben, dass das Haus die Verpflegung, die hier durchaus auch angeboten wird, selber betreibt. In welchem Umfang – und in welchem Preissegment – sich das Angebot bewegen wird, ist aber ebenfalls noch offen.

Keine Angst vor Störungen

Fest steht für Hans E. Koch, wo das Zelt stehen müsste: «auf dem Europaplatz vor dem KKL». Vermehrte Reibungsflächen mit Randständigen erwartet er deshalb nicht. «Nach einigen Vorfällen im letzten Jahr sind wir in Absprache mit verschiedenen KKL-Nutzern und der Stadt übereingekommen, bei bestimmten Veranstaltungen die Polizeipräsenz zu erhöhen. Dadurch, über Gespräche, welche die SIP geführt hat, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt.»

Hinweis

Erste Lucerne Festival Lounge im Bourbaki, Luzern: Heute Abend, 22 Uhr (Mivos Quartet und San Pluta, Electronics).

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Unser «Dossier» blickt morgen zurück auf 75 Jahre Lucerne Festival – mit einer Zeitzeugin, einem Gespräch zur Zukunft und Luzerner Persönlichkeiten.

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