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Kommentar

Lucerne Festival kontert Sparkritik

Das Frühlingswochenende vom 1. bis 4. April 2020 des Lucerne Festival wird geprägt sein von Kultdirigent Teodor Currentzis (47). Das rechtfertig den Verzicht auf die Nebenfestivals.
Urs Mattenberger

Die Konsternation war gross, als das Lucerne Festival bekanntgab, dass es seine Nebenfestivals an Ostern und am Piano ab 2019 einstellt. Geht es dem Festival wirtschaftlich so schlecht, dass es auf so drastische Massnahmen angewiesen ist? Der Verdacht, dass es sich vor allem um eine Sparübung handle, konnte auch die Ankündigung nicht aus der Welt schaffen, dass man als Ersatz zwei Wochenenden im Frühling und Herbst durchführe. Wenn diese nicht nur eine Einsparung sein sollen, schrieb unsere Zeitung, braucht es an den Wochenenden Programmschwerpunkte, wie sie da der sensationelle, viermal ausverkaufte Mozart-Zyklus von Teodor Currentzis bot.

Das Festival liefert mit dem ersten, dem Kultdirigenten Teodor Currentzis gewidmeten Wochenende nun den Tatbeweis: Das neue Konzept steht für einen künstlerischen Aufbruch. Ein Wochenende mit «Teodor», wie die vier Tage vom 1. bis 4.April lapidar übertitelt sind, gehört zum Begehrtesten, was der Klassikbetrieb momentan zu bieten hat. Denn mit seinen elektrisierenden Interpretationen und seiner körperintensiven Performance dürfte der Grieche aus Russland dem Festival neues Publikum erschliessen. Was ist mit weiteren vermeintlichen Spartendenzen, die Intendant Michael Haefliger indes in Abrede stellt? Wenn «Teodor» der Massstab ist für künftige Wochenenden, macht das nicht seine Aussagen glaubwürdig, sondern rechtfertigt durchaus den Verzicht auf die Nebenfestivals.

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