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LUZERN: Farbenreiche Kammermusik zwischen Picassos Gemälden

Das Konzert zu 15 Jahren Sammlung Rosengart zeigte feine Verknüpfungen von Musik und Kunst.
Gerda Neunhoeffer
Gebäude der Sammlung Rosengart in Luzern. (Bild: Pius Amrein/LZ (Luzern, 21.11.2014))

Gebäude der Sammlung Rosengart in Luzern. (Bild: Pius Amrein/LZ (Luzern, 21.11.2014))

Der Museumssaal im Rosengart war am Dienstagabend vollbesetzt, als das Lucerne String Trio und der Tonhalle-Klarinettist Florian Walser farbenreiche Kammermusik erklingen liessen.

Die Gemälde von Pablo Picasso wurden stimmungsvoll vom Capriccio für Klarinette solo ergänzt, das der Schweizer Heinrich Sutermeister 1946 komponiert hat. Florian Walser liess die Töne sowohl lyrisch fliessen als auch eulenspiegelartig hüpfen, spaltete die Themen in kleinste Teile auf und fügte sie wieder zusammen. Dies passte wunderbar zwischen die Gemälde.

Wie in den Bildern, die von sich auflösenden Linien, zerfliessenden Farben, unglaublicher Dichte und einer unbändigen Kraft leben, zeigte sich im Streichtrio op. 9 Nr. 3 von Beethoven diese bildhafte Spannung durch den steten Wechsel zwischen Moll und Dur. Zupackende Vehemenz, die sich immer wieder in melodische Zartheit wandelte, zog sich durch alle vier Sätze.

Der Geigerin Ina Dimitrova, dem Bratschisten Christoph Schiller und Mattia Zappa am Cello gelang eine Interpretation, die den sinfonischen Charakter des Werkes ebenso betonte wie die feinen kammermusikalischen Verzweigungen der Themen. Und die Akustik des Saales liess jeden Ton plastisch und hautnah erleben.

Überirdisch – dann wieder zurück auf die Erde

Die Musiker, zu denen Dimitar Dimitrov mit der zweiten Violine hinzukam, spielten nach der Pause das berühmte Klarinettenquintett A-Dur von Mozart. Das weiche Perlen der Klarinette und die warm timbrierten Streicher führten im Larghetto in überirdisch klingende Sphären, um im Menuetto mit volkstümlichem Ländler wieder auf die Erde zurückkehren. Die Kontraste in den Variationen wurden herrlich herausgearbeitet: von der schmelzenden Bratschenkantilene, in der die Zeit quasi stillstand, bis zu den virtuosen Klarinettenläufen und spritzigen Dialogen aller Instrumente begeisterten die Künstler.

Gerda Neunhoeffer

kultur@luzernerzeitung.ch

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