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Luzerner für Europäischen Filmpreis nominiert

Mehr als 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie stimmen ab. Die Schweiz ist unter den Nominierten mit dem Kurzfilm "En La Boca" des Luzernes Matteo Gariglio im Rennen.
Regionale Ehre: Marianne Schnarwiler, Geschäftsführerin der Albert Köchlin Stiftung, überreicht Matteo Gariglio im Hotel Schweizerhof den Filmpreis für den Film «En La Boca» an der Verleihung des Innerschweizer Filmpreises 2017. (Bild: Philipp Schmidli (PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie))

Regionale Ehre: Marianne Schnarwiler, Geschäftsführerin der Albert Köchlin Stiftung, überreicht Matteo Gariglio im Hotel Schweizerhof den Filmpreis für den Film «En La Boca» an der Verleihung des Innerschweizer Filmpreises 2017. (Bild: Philipp Schmidli (PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie))

Gesprochen wird im Vorfeld naturgemäss vor allem über die Nominationen der grossen Schauspieler. Die deutsche Schauspielerin Paula Beer etwa ist für ihre Rolle in dem Drama "Frantz" für den Europäischen Filmpreis nominiert worden. Die bereits beim Filmfestival in Venedig gefeierte Beer ("Poll") konkurriert in der Kategorie unter anderem mit den französischen Stars Isabelle Huppert ("Happy End") und Juliette Binoche ("Un Beau Soleil Intérieur"), wie die Europäische Filmakademie am Samstag beim Filmfestival in Sevilla mitteilte.

Chancen auf einen Preis als bester Schauspieler hat der Österreicher Josef Hader für seine Rolle als Stefan Zweig in Maria Schraders Filmbiografie "Vor der Morgenröte". Haders Konkurrenten sind unter anderem der irische Hollywoodstar Colin Farrell ("The Killing of a Sacred Deer") und der französische Altmeister Jean-Louis Trintignant ("Happy End").

In der Kategorie Bester Dokumentarfilm geht die deutsche Produktion "Austerlitz" des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa an den Start. Loznitsa beobachtet in seinem Film Besucher von KZ-Gedenkstätten.

Berlinale- und Cannes-Gewinner

Bereits bekannt waren die Anwärter in der Kategorie Beste Komödie, in der unter anderem der deutsche Flüchtlingsfilm "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven im Rennen ist.

Nachdem im vergangenen Jahr Maren Ade mit ihrem Vater-Tochter-Drama "Toni Erdmann" den Preis für den besten europäischen Spielfilm gewann, hat Deutschland dieses Mal in der Königskategorie keine Chance. Filme von Regisseuren aus Frankreich, Schweden, Russland, Finnland und Ungarn gehen in der Sparte Bester Spielfilm an den Start.

Dazu gehören der Berlinale-Gewinner "Körper und Seele" ("On Body an Soul") von Ildiko Enyedi und der Cannes-Gewinner "The Square" von Ruben Östlund, der ausserdem auch Chancen auf die Trophäe in der Sparte Beste Europäische Komödie hat. Nominiert für den besten Spielfilm sind auch "Die andere Seite der Hoffnung" ("The other Side of Hope") von Aki Kaurismäki, "120 BPM" von Robin Campillo und "Loveless" von Andrey Zvyagintsev.

Schweizer Kurzfilm

Die Schweiz ist unter den Nominierten einzig in der Kategorie Kurzfilm im Rennen. Und zwar mit der schweizerisch-argentinischen Produktion "En La Boca" des Luzernes Matteo Gariglio.Gariglio gewann mit dem Film schon mehrere Preise, unter anderem den Innerschweizer Filmpreis.

Filmpreis-Anwärterin Paula Beer spielt in "Frantz" eine junge Frau, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einem kleinen deutschen Dorf jeden Tag das Grab ihrer grossen Liebe Frantz besucht. Dort begegnet sie einem jungen Franzosen, dessen Schicksal mit Frantz verstrickt ist.

Beer erhielt für ihre Rolle in dem Film des Franzosen Francois Ozon bereits den Nachwuchspreis bei den Filmfestspielen in Venedig. Beim Europäischen Filmpreis ist Ozon für "Frantz" auch für das beste Drehbuch nominiert.

Über die Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen nun die mehr als 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Am 9. Dezember werden die Filmpreis-Gewinner bei einer Gala im Haus der Berliner Festspiele bekanntgegeben

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