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Luzerner Theater: Die neue Intendantin verspricht «Freiraum der Fantasie»

Ina Karr übernimmt ab Sommer 2021 die Intendanz am Luzerner Theater, ihr Vertrag umfasst zunächst die Spielzeiten bis 2025/26. Dies gab der Stiftungsrat heute bekannt. Karr ist seit 2014 Chefdramaturgin für Oper am Staatstheater Mainz und war vorher Operndirektorin am Oldenburgischen Staatstheater.
Urs Mattenberger
Ina Karr wurde zur neuen Intendantin des Luzerner Theaters gewählt. (Bild: Philipp Schmidli, 16. April 2019)

Ina Karr wurde zur neuen Intendantin des Luzerner Theaters gewählt. (Bild: Philipp Schmidli, 16. April 2019)

«Ich freue mich darauf, in Luzern Theater zu machen», sagte die designierte künftige Intendantin des Luzerner Theaters, Ina Karr, an der Medienkonferenz heute Morgen: «In unseren zweckbestimmten Zeiten kann das Theater selbstbewusst seinen Platz behaupten, denn wir brauchen es – als Freiraum für Möglichkeiten, Fantasien und Ideen.»

Ihr Anliegen sei es, «im engen Zusammenspiel der drei Sparten ein klares Profil des Hauses zu prägen und mit meiner eigenen Begeisterung für spannende Stoffe, Geschichten und Ästhetiken die Menschen in Luzern und der Region anzustecken.» Sie werde für die einzelnen Sparten «starke Persönlichkeiten» holen und «halte das auch aus».

In allen Sparten bestens vernetzt

Damit war Ina Karr für die Findungskommission die «Idealbesetzung und wurde einstimmig gewählt», sagte die Präsidentin des Stiftungsrats und der Findungskommission, Birgit Aufterbeck. «In den Gesprächen lernten wir sie als Persönlichkeit kennen, die ein Dreispartenhaus ganzheitlich führen kann und die die einzelnen Sparten profiliert und verzahnt.» «Klug, zielstrebig und warmherzig» verfüge sie dafür über die nötigen «künstlerischen betrieblichen Voraussetzungen. «Sie ist in allen Sparten bestens vernetzt und vermag profilierte Regisseure und Regisseurinnen für Luzern gewinnen», ist Aufterbeck überzeugt.

60 Kandidaten bewarben sich um die Nachfolge des Intendanten Benedikt von Peter, der an das Theater Basel wechselt. In die Endauswahl hatten es allerdings nur Kandidaten geschafft, die von der prominent besetzen Findungskommission berufen wurden (wir berichteten). Ina Karr war zu Beginn selber Mitglied der Findungskommission. «Je länger wir in der Findungskommission mit ihr zusammenarbeiteten, desto überzeugter waren wir, dass sie mit Blick auf alle drei Sparten und mit ihrer Führungserfahrung als Spartenleiterin unseren Anforderung perfekt entspricht», sagte Birgit Aufterbeck: «Wir hatten sie deshalb zu einer Kandidatur regelrecht gedrängt.»

Impulse für das neue Theater

Zu den Anforderungen gehört, dass die neue Intendantin mit der Verantwortung für das ganze Haus die drei Sparten Oper, Schauspiel und Tanz gleichermassen weiter entwickelt und sich in den Prozess hin zu einem Um- oder Neubau des Luzerner Theaters einbringt. Dies war auch der Grund, wieso ein Intendant gesucht wurde, der – wie Ina Karr – selber nicht Regie führt und deshalb über die dafür nötigen Kapazitäten verfügt.

Ina Karr war als Mitglied der Leitung am Staatstheater Mainz unter anderem verantwortlich für die Neuausrichtung des dortigen Hauses. Ebenso gestaltete sie den Neustart des Oldenburgischen Staatstheaters nach einem Umbau mit. Ihr Vertrag in Luzern umfasst zunächst die Spielzeiten bis 2025/26.

Zusammenarbeit mit spannenden Regisseuren

Ina Karr wurde im Juli 1968 in Stuttgart geboren und studierte Musik sowie Musikwissenschaft und neuere deutsche Literaturgeschichte. Sie war Dramaturgin und Projektleiterin für zeitgenössische Musik und für Musiktheater, arbeitete am Nationaltheater Mannheim, bevor sie als Operndirektorin an das Oldenburgische Staatstheater wechselte und schliesslich als Chefdramaturgin für die Oper ans Staatstheater Mainz kam.

2018 war Ina Karr auch Produktionsdramaturgin bei den Salzburger Festspielen für Mozarts Zauberflöte in der Inszenierung von Lydia Steiner – einer der Aufsehen erregenden jungen Regisseure, mit denen Karr regelmässig zusammenarbeitet. Ina Karr entwickelt im Bereich des Musiktheaters für junges Publikum neue Werke, veröffentlicht in Fachmagazinen und ist immer wieder als Jury-Mitglied tätig.

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