Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERNER THEATER: Nach der Armee tanzte er aus der Reihe

In einem neuen Aufführungsformat des Luzerner Theaters stellen sich auch neue Tänzer vor – wie der Italiener Dario Dinuzzi.
Interview Edith Arnold
Dario Dinuzzi (35) ist Ensemblemitglied am Luzerner Theater. (Bild: Luzerner Theater)

Dario Dinuzzi (35) ist Ensemblemitglied am Luzerner Theater. (Bild: Luzerner Theater)

Unter dem Motto «Pleased to Meet You» stellen sich in sechs Dance-Boxes die 14 Tänzerinnen und Tänzer in einem kurzen Solo vor. Mit Bewegungen antworten sie auf Fragen nach Herkunft oder Essensvorlieben. Dazu liefert der Schlagzeuger Vincent Glanzmann individuell abgestimmte Töne. Auch für den Süditaliener Dario Dinuzzi, der über Vancouver neu nach Luzern kam.

Dario Dinuzzi, werden Sie auf der Bühne Pizzen flippen?

Mit Vincent Glanzmann habe ich schon gescherzt: Als passionierter Koch könnte ich mich mit Pfannendeckeln bekleiden, und er würde darauf einen Rhythmus inszenieren. Nach wie vor bin ich am Überlegen. Doch ich bin es gewohnt, in kürzester Zeit neue Stücke zu entwickeln. Und die Dance-Box spielt ja mit der Idee der Improvisation.

Wer sind Sie?

Ich sehe mich als Tänzer, wobei ich einige Erfahrungen ausserhalb der Bühne gemacht habe. Nach der Ballettschule ging ich zur Armee. Später arbeitete ich als Jongleur und Feuerschlucker. Bevor ich diesen Sommer nach Luzern kam, tanzte ich in Ensembles wie auch als Freelancer.

Wie passen Ballett und ­Armee zusammen?

Es geht immer um Disziplin, Fokus und Kontrolle. Nur das Resultat ist ziemlich verschieden.

Sie sind 35 Jahre alt. Was fasziniert Sie am Tanz?

Die Beziehung zwischen Körper und Geist. Beides kennen zu lernen, zu kontrollieren und dann zu nutzen. Für mich ist Tanzen eine Instinktsache, die Teil unserer Kultur ist. Gefällt uns ein Rhythmus, möchten wir uns automatisch bewegen. Jene, die noch zu wenig mutig sind, nehmen vielleicht zunächst die Rolle des Zuschauers ein.

Gibt es etwas, das Sie mit ihrem Tänzerkörper nicht ausdrücken können?

Ich denke, mit dem Körper kann man alles ausdrücken. Man kann ihn sich als Vehikel vorstellen, das Emotionen, Gefühle, Ideen von innen nach aussen befördert.

Wie gefällt Ihnen die Pop-up-Situation vor dem Luzerner Theater?

Alle suchen nach neuen Wegen. Klassische Bühnen haben es schwerer, ein Publikum für längere Zeit in ihren Bann zu ziehen. Sogar ich als Bühnentänzer finde es hart, zwei oder vier Stunden still zu sitzen. Gerade bei Pop-up-Bühnen, wo Leute kommen und gehen, muss man die Zuschauer vom ersten Moment an begeistern können.

Edith Arnold
kultur@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.