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MAILAND: Urner Gäste nehmen Expo in Beschlag

Uri setzt sich an der Expo Milano gemeinsam mit Tessin, Graubünden und Wallis in Szene. Für einen Tag stand der kleinste dieser vier Kantone allein im Zentrum.
Die Ausstellung der vier Gotthardkantone ist mit einem Relief ein Besuchermagnet. (Bild: Urs Hanhart)

Die Ausstellung der vier Gotthardkantone ist mit einem Relief ein Besuchermagnet. (Bild: Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Am Samstag zierte ein riesiges Urner Wappen den Eingang zum Schweizer Pavillon der Expo Milano. Dies aus gutem Grund, wurde doch der offizielle Tag Uris an der Weltausstellung Expo 2015 in Mailand gefeiert. Die Liste der Urner Gäste umfasste rund 140 Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Sie alle reisten gemeinsam mit drei grossen Cars in die lombardische Metropole. Allerdings verlief die Anreise nicht ganz reibungslos. Weil die Einfahrt des in der Nähe des Expo-Geländes liegenden Bus-Parkplatzes zunächst aus unerfindlichen Gründen gesperrt war, mussten die Urner Cars eine nicht eingeplante Zusatzschlaufe drehen, was ziemlich viel Zeit beanspruchte. Etwa die Hälfte der Delegation verpasste dadurch den Auftakt zur Feier. Dank einer kurzfristigen Anpassung des Zeitplans kamen aber alle in den Genuss eines geführten Rundgangs durch den Schweizer Pavillon. Dessen Herzstück sind vier Türme, in denen zum Nachdenken angeregt wird über die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln auf der Welt und über die nachhaltige Entwicklung entlang der Nahrungsmittelkette. Das Konzept will dazu anregen, verantwortungsbewusst zu handeln und umsichtig mit den Ressourcen umzugehen.

Gut investiertes Geld

«Bisher hatten wir in unserem Pavillon bereits 1,2 Millionen Besucher», sagte Manuel Salchli, Direktor des Schweizer Pavillons, vor dem Start zum Rundgang. «Die Ausstellung der Gotthardkantone vermag dabei ganz besonders zu begeistern. Sie ist ein absolutes Highlight. Eine Umfrage hat nämlich ergeben, dass 98 Prozent ihren Freunden und Bekannten einen Besuch weiterempfehlen würden.» Auch Frau Landammann Heidi Z’graggen wies darauf hin, dass sie schon viele positive Rückmeldungen erhalten habe. «Die Schweiz und die vier Gotthardkantone haben die Gelegenheit genutzt, sich und ihre Qualitäten einem grossen Publikum zu präsentieren», betonte sie in ihrer Kurzansprache: «Wir dürfen sicher sagen, dass die 500 000 Franken, die wir für dieses Projekt aufgewendet haben, nutzbringend investiert sind.»

Wasserschloss im Modellformat

Die vier Gotthardkantone Graubünden, Uri, Tessin und Wallis zeigen in ihrer Ausstellung «Wasser für Europa» den Gotthard als Wasserschloss Europas. Dies ist ein zentrales Thema des Schweizer Pavillons. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein 20 Tonnen schwerer Gneis aus dem Tessiner Gotthardmassiv. Aus historischen Bewässerungskanälen aus Holz (Suonen) ergiesst sich Wasser auf das Relief, welches einen Massstab von 1:125 000 aufweist. Hier entspringen die vier grossen Flüsse Reuss, Rhein, Rhone und Ticino. Die Ausstellung beinhaltet verschiedene Schwerpunktthemen der vier Gotthardkantone rund um das Element Wasser in all seinen Facetten: Strom, Sommer- und Wintersport, Ernährung, Spezialitäten, Verkehrswege, Mythen und Legenden, Landschaft und Industrie. «Unsere interaktive Installation schafft eine Atmosphäre, die sämtliche Sinne der Besucher anspricht», erklärte Standbetreuer Geri Danioth aus Andermatt. «Den Besuchern gefällt besonders, dass sie selber mit dem Wasser spielen dürfen. Je nach Standort kann es beliebig verteilt werden. Zudem haben wir die Möglichkeit, an diesem Relief den Verlauf des Gotthard-Basistunnels zu zeigen, was bei vielen Besuchern einen ‹Wow›-Effekt hervorruft.»

Einen schlechten Tag erwischt

Nach dem offiziellen Teil erhielten die Mitglieder der Urner Delegation Gelegenheit, die Expo auf eigene Faust zu erkunden. Allerdings erwischten sie dafür keinen idealen Tag. Am Samstag tummelten sich 250 000 Besucher auf dem rund 160 Fussballfelder grossen Expo-Gelände. Damit wurde die maximale Kapazitätsgrenze erreicht. Phasenweise mussten die Kassen vorübergehend sogar geschlossen werden. Vor den besonders attraktiven Pavillons, erwähnt seien beispielsweise diejenigen von Italien, Japan, China oder Nepal, bildeten sich aufgrund des gewaltigen Besucherandrangs mehrere hundert Meter lange Warteschlangen. Wer dort hineingelangen wollte, musste sich stundenlang gedulden. Die meisten Urner beschränkten sich deshalb darauf, jene Pavillons zu besuchen, bei denen man nicht lange anstehen musste. Inzwischen haben bereits 13 Millionen Menschen die Weltausstellung besichtigt. Bis zum Ende der Expo (31. Oktober) werden 20 Millionen Besucher erwartet.

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