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Klub der jungen Dichter:
Die unheimlichen Roboter

Malin Rhyner aus Freienbach erzählt im "Klub der jungen Dichter", wie die Verfolgung eines Diebes zu einem gefährlichen Abenteuer wird.
Malin Rhyner

Nachts um halb vier schreckte ich hoch. Und mir wurde klar, dass ich tief im Schlamassel steckte. Ich sah acht Männer in grüner Uniform. Es waren die Männer, von denen ich gestern hier eingesperrt worden war. Aber fangen wir von vorne an. Gestern sah ich im Supermarkt einen Mann. Er hatte einen kleinen Edelstein an seiner Kette. Der Edelstein sah sehr wertvoll aus. Mich beschlich ein ungutes Gefühl. Der Mann sah nicht so aus, als ob er viel Geld verdienen würde. Hatte er den Edelstein gestohlen? So entschloss ich mich, ihm zu folgen.

Malin Rhyner, Freienbach, 6. Primar.

Malin Rhyner, Freienbach, 6. Primar.

Nachdem er am Schrottplatz vorbeiging, bog er in eine schmale Seitenstrasse ab. Dort war die verlassene Fabrikhalle. Er ging zu einer Tür und gab einen Code in ein kleines Kästchen ein. Als er hinter der Tür verschwand, rannte ich so schnell ich konnte zu der Tür und schob meinen Fuss hinein. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Tür sich schloss. Ich schlüpfte hinein und brachte meinen Mund nicht mehr zu. Ich staunte und staunte, denn was ich sah, verschlug mir die Sprache. Alles glitzerte. Es waren Edelsteine. Doch plötzlich riss mich eine Stimme aus meiner Träumerei. Ich versuchte mich zu verstecken, doch es war zu spät. Ehe ich wegrennen konnte, spürte ich einen harten Stoss in meinem Rücken. Der Schmerz war unerträglich. Ich wurde über den Boden geschleift und in einen Raum gestossen. Die Tür knallte hinter mir zu, und mir wurde schwarz vor den Augen.

Plötzlich berührte mich etwas am Arm. Ich schauderte und schrie auf, doch die Hand packte mich noch fester. Die Hand konnte reden und sagte: «Jetzt halt doch mal deine Klappe und weck die Eldis nicht auf.» Ich hörte auf zu schreien, denn ich sah ein Mädchen in meinem Alter. Das Mädchen stellte sich als Larissa vor. Larissa erzählte, dass sie herausgefunden hatte, was die Männer machten. Anscheinend züchten sie falsche Edelsteine, um sie dann teuer zu verkaufen. Und etwas Unheimliches erzählte Larissa auch noch. Diese «Männer» waren eigentlich Roboter, die der Chef der Gruppe hergestellt hatte, um ihm die Arbeit abzunehmen. Und wollt ihr wissen, wie er sie hergestellt hatte? Nämlich aus echten Menschen! Und uns wollte er auch verwandeln. Das ist so was von unheimlich.

Und genau in diesem Moment kamen die Roboter wieder herein. Sie packten Larissa und mich und trugen uns zu einer riesigen Maschine. Sie warfen uns in die Maschine. Eine Frauenstimme sagte: «Noch dreissig Sekunden bis zur Verwandlung.» Larissa sah mich panisch an und rief: «Wir werden zu Robotern verwandelt!» Ich schaute mich in dem Raum nach einem Fluchtweg um und entdeckte eine Klappe am Boden. Larissa und ich sahen uns an und öffneten die Klappe. Die Frauenstimme sagte: «3, 2 ...», und da sprangen wir ins schwarze Nichts. Ich landete unsanft auf dem harten Boden, und plötzlich fiel etwas Schweres auf mich. Es war Larissa. Wir standen auf und schauten uns um. Wir waren in einem dunklen, langen Gang gelandet. Wir liefen und liefen, doch nie erschien ein Ziel. Ich hatte Angst, und auch Larissa sah nicht mehr so sicher aus. Wo waren wir? Gab es ein Ende von diesem Gang?

Tage und Nächte verstrichen, und wir irrten in dem Gang umher. Doch plötzlich sahen wir einen Lichtstrahl. Wir folgten ihm und kamen durch eine kleine Luke auf die Strasse. Wir rannten zu der Polizeistation und erzählten den Polizisten alles. Sofort fuhren sie los. Ich ging nach Hause und wurde dort von meiner Familie erwartet. Die Polizei rief an und sagte, dass die Roboter und deren Chef festgenommen worden sind. Ich war sehr erleichtert, denn die letzten Tage waren extrem entkräftend und furchteinflössend gewesen.

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