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Martin Suter und die Zeit

Geburtstag der Woche
Rolf App

«Die Zeit, die Zeit» heisst eines von Martin Suters Büchern. Es handelt davon, dass man rückgängig machen könnte, was einmal geschehen ist. Doch das ist eine Illusion, nichts verschwindet aus einem Leben, auch das Schreckliche nicht. Martin Suter weiss das, er hat das Buch drei Jahre nach dem Tod seines Sohns geschrieben.

Diese Woche nun wird die Zeit besonders präsent sein in Martin Suters Leben. Er feiert am 29. Februar seinen 70. Geburtstag, und weil wir kein Schaltjahr haben, wird dieser Geburtstag real und irreal zugleich sein. Was ganz gut zu Suter selbst passt, dessen Romane oft vom Einbruch des Irrealen ins geordnete Leben handeln.

Seinen Figuren stösst das Leben zu, sie haben es nicht in der Hand. Vielleicht macht dies die besondere Anziehungskraft dieses enorm erfolgreichen und vielseitigen Schriftstellers aus. Der erst spät zu seinem Metier gekommen ist, obwohl er sein Leben lang geschrieben hat. Beruflich Werbetexte, später Kolumnen über Manager, in deren Leben «das Wohlergehen der Unternehmen nur das Abfallprodukt ihrer Karrierebestrebungen sind». Und dann, mit 49, den ersten Roman «Small World».

Der Erfolg hat Martin Suter reich gemacht, aber nicht eingebildet. Im Gespräch ist er freundlich und aufmerksam. Wichtig sind ihm die Beziehungen, obwohl er durchaus eine Schwäche für den Luxus hat. Doch Luxus ist vergänglich, auch das weiss er.

Rolf App

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